Kaum saniert – schon wieder kaputt!

21.08.2018
Straße kaum saniert – schon wieder kaputt!
Kochel, Bereich Bergfeldweg-Graseckstraße: Die aufgebrachte Asphaltdecke sieht ja ganz gut aus, doch wurde bei bekannt schlechten Boden-Untergrundverhältnissen (Moor) am Unterbau bzw. dem Straßenaufbau (der sowieso nicht vorhandenen Tragschicht, Frostschicht etc.) nichts geändert und die alte Decke nur soweit abgefräst als es für die neue Schichtung unbedingt nötig war. So ist es nicht verwunderlich daß nach wenigen Wochen der neue Straßenbelag an den gleichen alten Stellen, der Kanaltrasse,  wieder aufbricht und die Längsrisse (in die ein Fahrradreifen passte) wieder da sind   (s. Bilder).
Planungs- Ausführungsfehler oder Pfusch? Ganz klar, so hat die Gemeinde versucht Geld zu sparen, doch was nun?  –  Wasser und Frost werden die Situation deutlich verschlechtern.

12.09.2018  Straße kaum „geteert“ und schon kaputt, die 2.

Wie in der Presse zu lesen war ist die Gemeinde stolz auf die Straßeninstandsetzung „Bergfeldweg / Graseckstraße“. Für ein paar Tage waren beide Teile optisch einfach top. Doch der neue Belag bricht nach wenigen Tagen schon wieder ein, just an den gleichen Stellen wie vorher schon. Da könnte man meinen, die Baufirma hat möglicherweise gepfuscht. Nein, die Baufirma hat nicht gepfuscht, sie hat gegen die von der Gemeinde beauftragte (nicht sach- und fachgerechte) Ausführung Bedenken angemeldet. Den schwarzen Peter hat demnach die Gemeinde. Hier sind tatsächlich Steuergelder verbraten worden und den „Braten“ zahlen die Steuerbürger von Kochel, oder der der anschafft?

Briefmarke und Postkarte

10.08.2018
Briefmarken-Postkarten, Fehlanzeige?

Wenn ein Tourist als  Gast im Luftkurort eine Postkarte von Kochel erstehen möchte, so gibt es keine große Auswahl an Motiven vom Ort selbst. Aber schon einige Ansichten allgemeiner Art.
Um eine Postkarte verschicken zu können braucht es noch Briefmarken. Briefmarken gibt es nur im „Postamt“, das aber nur vormittags stundenweise geöffnet ist.
Für Tagesgäste ist das oft ärgerlich, sie fragen sich von Geschäft zu Geschäft durch – immer die gleiche Antwort.
Das muss man wissen und sollte sich schon vor einer Reise in seinen Urlaubsort Briefmarken mitnehmen, um seine Postkarten frankieren zu können.
Einen Briefkasten im gleichen Ort zu finden, ist dann die nächste Herausforderung.
Postkarten verschicken ist – in Zeiten von Smartphone & co  – anscheinend immer noch beliebt.

 

Verstärkeramt Kochel

Verstärkeramt 29.07.2018

Nach Abwägung aller Unliebsamkeiten hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen das alte Gebäude abzureißen und dafür einen kommunalen Mehrzweck-Neubau zu errichten. Die Planungen dazu sind abgeschlossen, Abriss und vorzeitiger Baubeginn laut Presseberichten  längst genehmigt. Der Gemeinderat hat einstimmig? votiert, was der Bürgermeister dann umzusetzen hat, „um Nutzungen zum Wohle der Allgemeinheit zu schaffen“:  16 barrierefreie Wohnungen mit Aufzug und Tiefgarage, Räume für Vereine, Jugend und Obdachlose, alles unter einem Dach. Im Anbau der gemeindliche Bauhof. Na bravo, da ist alles beinander was sozialen Zündstoff, Lärm und Umtriebigkeit vermeidet, und jetzt noch der Aufreger Denkmalschutz, der dieses seelige Ambiente verhindern könnte? Wenn das mal gut geht. Jedenfalls ist die Lage am östl. Ortsausgang günstig, gleich daneben ein landwirtschaftlicher Betrieb und Reiterhof, daneben ein Supermarkt, der Bahnhof in Sichtweite und direkter Zugang zur B11.

EU Landwirtschaft

EU-Landwirtschaft  05.04.2018

Jetzt fahren sie wieder, unsere Kultur- und Landschaftspfleger, gesetzlich abgesichert, mit staatlicher Unterstützung durch Privilegien und Fördergelder mit ihren schweren, teils überbreiten steuerbegünstigten Dieselgefährten, jede Euronorm einhaltend auf öffentlichen Straßen und Wegen, um unsere Gewässer, Böden, Grund- und Trinkwasserbereiche zu veredeln.
Viele davon sprühen ihren „Dünger“ respektive „Abfall“ in hohem Bogen, möglichst breit gefächert in „unsere / ihre“ Landschaft, um die so schon arg belastete Luft  für wenigstens ein paar Tage aufzuwürzen und den Böden eine „elastische braune Schutzschicht“ zu verpassen.
Bemerkenswert ist auch die hohe Effizienz dieser Maßnahmen, wenn man die tonnenschweren Gespanne sieht, wie schnell sie die Güllefässer mit Inhalten von einigen Tausend bis Zehntausend Litern bewegen und auf dem Feld ausbringen.
Für jeden heimat-, natur- und brauchtumsliebenden Landwirt bäuerlicher Struktur sicher ein Dilemma!  –  Besonders dann wenn man sich über reichlich buntblühende Wiesen mit einer Artenvielfalt in Flora und Fauna freuen kann, mit belebten Randstreifen und Büschen in denen so manches Tier Schutz und Lebensraum hätte, wenn es nicht gefährdet bzw. schon längst ausgestorben wäre.
Stattdessen folgt man den Vorgaben moderner Land- und Forstwirtschaft, wissenschaftlich begleitet, industriell-effektiv angelegt um den möglichst größten wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Das heißt investieren und produzieren mit allen zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln die gerade noch so erlaubt sind.
Alles legal. Doch beschleicht einen schon ein bisschen Wehmut, wenn man heute über giftgrüne Wiesen als Futterproduktionsfläche schaut, eingezäunt-gerahmt von Straßen- und Gewässerrand, 4 bis möglichst 7 mal auf den „vormals Mutterboden“ runter gemäht, um die in massigen Stallungen gehaltenen Milchproduzenten zu füttern.
Einfältig, nein vielfältig ist unsere Landschaft geworden dank der Agrar-Industrialisierung, unter Einhaltung EU-weit geltender Vorgaben sofern sie unsere Politiker für uns und unsere Landwirtschaft für gut befinden. Wir haben nichts gegen unsere Bauern, nur,  sie und wir haben das auszubaden.

Ortsplanung

Ortsplanung ?
Fortschreibung im „Märchenbuch“

Wie unter „kurz über Kochel“ schon bemerkt, gibt es in der Gemeinde Kochel a. See keine geordnete Planung (z.B. Ortsplanung). Man entscheidet von Fall zu Fall, je nach Gegebenheit, man könnte auch sagen >nach gusto<.
Der Grund? Vor Jahrzehnten schon hat die Gemeindeverwaltung solche Planungen als Märchenbuch abgelehnt, sodass wir auch heute noch nicht nachlesen können, was in der Gemeinde für Bürger, Handel und Gewerbe geplant ist. Eine geordnete Ortsplanung nach der sich eine Gemeinde entwickelt, gibt es also nicht.
Beispiele dazu gibt es zu Hauf, sie alle aufzuzählen bringt nichts, es ist Geschichte. Die Entscheidungen fallen wie sie kommen, was soll man da schon vorplanen? Verkehrswege, Umgehungsstraße? Bauleitplanung, Flächennutzung, Wohnen, Geschäfte, Gewerbe, Schule, Kindergarten, Ärzte, Sport, Bauhof . . .
Und so kommt es, dass sich ab und an Entwicklungen für die Gemeinde auftun oder verpasst werden, die keinem Planungshorizont entsprechen. So sind wichtige Themen der Ortsplanung und Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels, Klimawandel, Umwelt, die Gewährleistung ressourcenschonender und flächensparender Entwicklung dem „Märchenbuch“ vorenthalten.

Teil 3, Kesselberg-Raser, Biker/Radler, und keine Lösung?

Man müsste nur wollen, schließlich könnte auch von hinten geblitzt werden, es gäbe Fotos mit Kennzeichen und Videos die regelwidriges Verhalten dokumentieren, Halter/Fahrer-Haftung ändern und Kennzeichnungspflicht für Biker/Radler einführen. Selbst Reitpferde und Weidetiere haben Kennzeichen-Pflicht, nicht nur im öffentlichen Verkehr, sondern auch im Freizeitbereich, um sie ggf. belangen zu können.

Letztlich entscheidet die Judikative, also die Gerichte über alle Instanzen, was die Legislative, „die Politik, die Gesetzgebung“, hier als Rahmenbedingungen für die Exekutive, die Ausführenden festgelegt hat, die uns dann „gängeln“ müssen.
Es gäbe also Möglichkeiten,  die „rücksichtslos Rasenden“,  auch Biker,  in den Griff zu bekommen, nur müsste „MAN = Politik&Gesetzgebung“  entsprechend wollen bzw. reagieren, was aus vielerlei Gründen den Regierenden eben nicht gefällt.
Andere Länder-andere Sitten, gleiches Recht für alle, national oder EU-weit, nach wie vor ein Dilemma.

 

Kaum gebaut, schon fehlt die Standfestigkeit

Standfestigkeit Saunahaus,  Seeweg am trimini
Grundeigentümer, Bauherr, wer ist für was zuständig und muss laut PPP-Vertrag-lich zahlen?

Kaum gebaut, schon fehlt die Standfestigkeit

Im allgemeinen Teil der Gemeinderatssitzung, unter Sonstiges, war zu hören, daß am Trimini-Seeweg die erst neu entstandene Kärtner Hubertus-Sauna, auf „lithologisch rhenodanubischem Flysch“, einer nicht festen wechsellagerigen Gesteinsschicht aus Mergel und Kalk bestehend gebaut, – nicht mehr standfest sei und mit eisenarmiertem Spritzbeton gesichert werden müsse. Schuld seien Witterungseinflüsse des letzten Winters mit Frühjahr, Frost und Schmelzwasser, die den Zerfall derart beschleunigt hätten, dass Felssicherungsarbeiten dringend nötig seien. Die Maßnahme koste der Gemeinde gut 85.000 Euro.  Und,  wegen dieser Sanierungsarbeiten muss der Seeweg über eine kleine „Seebrücke“ vorübergehend verlegt werden.

Soweit so gut; doch wie kann es sein, dass ein Saunagebäude auf so unsicherem Untergrund erstellt werden konnte? Bauwerke werden vor Genehmigung doch gründlich geprüft, u.a. auf Standfestigkeit mittels einer nachgewiesenen Statik. Waren das Bauamt der Gemeinde und des Landratsamts nicht informiert?
Dieser relativ unsichere Standort ist seit vielen Jahren bekannt, schließlich bröckelt da immer schon (Weich-) Gestein herunter, in dessen Schichten auch „Versteinerungen“ zu finden sind.
Diese bröckelige Wand nun mit Spritzbeton zu verbrämen ist eine Sache die kurzfristig sichtbare Gefahr zuzudecken, ob das auf Dauer hilft darf bezweifelt werden.
Eine Stützmauer mit Verankerung wäre sicher besser, aber auch wesentlich aufwändiger.
Beides sieht hässlich aus, was auch ein einzelner Gemeinderat bemerkt hat: Mit Efeu überwachsen kann das kaschiert werden, war die Antwort darauf.

Zu guter Letzt bleibt die Frage, ob der Spritzbeton solange hält bis der Efeu alles überdeckt hat – und, was hinter diesem „Sichtschutz“ mit Winter, Frost und Schmelzwasser an den labilen Gesteinsformationen passiert.

Kesselberg – Raser, Biker-Rennen

Kesselberg,  Biker-Rules                                                                                                                          16.08.2015rh

Am Kesselberg sind „millionenschwere“ Verbauungen und Bemühungen wegen der „Raser“ aufgewendet worden, ohne jedoch den gewünschten Effekt!

Beschilderung, Geschwindigkeitsbeschränkung, Leitplanken, Unterfahrschutz, Verbauungen, Staßenmarkierung (doppelte Mittel-Linie), Wochenend-Fahrverbot, Rumple-Strips u.v.m.  bringen es nicht, behindern eher den „normalen Verkehr“ bei langsam fahrenden Fahrzeugen und Radlern,  wegen Überholverbot (doppelter Mittelstreifen) riskiert man Anzeigen gefolgt von Bestrafung. Das gilt für Autofahrer, Berufsverkehr und „normale“ Motoradfahrer (Durchreisende) gleichermaßen.
Die „Rennfahrer“ erwischt man komischerweise nicht: Halter-Fahrerhaftung, Blitzen nicht möglich weil wegen des Visiers keine Gesichtserkennung und Blitzen von hinten nicht geht? Fotos und Videos gelten nicht als Beweis. Einzig die verstärkte Polizeipräsenz vor Ort macht ordentlich Eindruck, die allerdings durch „Handy-Verständigung“ leicht zu umgehen ist.
Es passieren also nach wie vor Unfälle durch „diese Raser“ mit Verletzungen von leicht bis tödlich. Da stellt sich doch die Frage, wer kommt dafür auf? Na klar JEDER! Jeder Steuerzahler, mit oder ohne Fahrzeug! Die Kosten dafür sind enorm: BRK-Rettung, Feuerwehr, Polizei, Hubschrauber, Krankenhaus, Behandlungs- und OP-Kosten, bleibende Schäden, Gliedmaßen, Querschnittgelähmte usw.  –  dafür zahlen wir alle!
Diese Risikogruppe der Raser mit ihren teils nicht mal vorschriftsmäßigen Geräten „leben, siechen oder sterben“ auf unsere Kosten. Das klingt brutal, ist aber wahr!
Der Kesselberg kann bleiben wie er ist, doch sollten verbindlich und verpflichtend Hinweise für „die Raser“ angebracht werden, wonach sie „ihren Kesselberg“ auf eigene Gefahr und Risiko benutzen. Das heißt, bei Unfällen haftet und „zahlt“ nicht die Solidargemeinschaft, sondern der „Raser“ selbst. Er zahlt sämtliche Einsatzkosten selbst, von z.B. BRK-Rettung, Feuerwehr, Hubschrauber und Krankenhaus inklusiv bleibender Verletzungsschäden, aus eigener Tasche und kommt zudem für die Kosten der Sachbeschädigung und Personenschäden von Unfallopfern auf, wenn,  –  wenn er sich nicht für dieses Risiko extra versichert.
Eigentlich nichts anderes, als z.B. der Sportschütze, der sich auch extra zum Risiko versichern muß.

Warum sollte darüber nicht nachgedacht werden-dürfen? Was meint ihr dazu? Aufwand und Kosten wären verschwindend gering: 2 Schilder am Kesselberg und vom Verkehrsminister inhaltlich rechtssicher abgefasster Text, das wär’s doch . . .

  1. Teil
    Es ist gut, wenn der Kochler Bürgermeister am Kesselberg nicht locker lässt. Mein Vorschlag dazu als Denkanstoß mag als Spinnerei belächelt werden, was nichts macht. Es wäre halt ein anderer Ansatz. Wo fängt man an – wo hört man auf ist m.E. vor dem Hintergrund bisheriger Aktivitäten die außer Kosten nicht viel brachten, auch nur eine Schutzbehauptung vor intensivem Nachdenken.
    Die B11 mit dem Kesselberg ist nicht nur eine wichtige (Umleitungs-/Entlastungs-) Straße, sondern auch Ortsverbindung (Walchensee-Kochel) als Weg zur Arbeit, Kindergarten und Schule, Ausflugsverkehr in die Naherholungsgebiete zu Bergwandern und Wassersport.
    Es stört nicht die Geschwindigkeitsbegrenzung (sofern nicht trödelnd behindert wird), das Überholverbot passt ebenso wie einfache Leitplanken als Fahrbahnbegrenzung und es stören nicht Motorradfahrer im Durchgangsverkehr bei anständiger Fahrweise. Was lebensgefährlich stört sind die Raser, die ihre Bergstrecke rauf und runter als Rennstrecke beanspruchen. Diese sind klar und eindeutig erkennbar am Fahrverhalten und auch nach Unfällen; die Zuordnung wäre eindeutig. Und für genau diese Rennfahrer zugeschnitten ist mein Vorschlag gedacht, sie für jeden Einsatz aus Fehlverhalten für sämtliche Kosten zur Verantwortung zu ziehen.

Reiten und Pferdemist

Reiten und Pferdemist

Reiten mit dem Pferd ist zunehmend populär und unterliegt auf Reitanlagen/Reiterhöfen gewissen Regeln die dort einzuhalten sind.
Reiten im öffentlichen Raum schafft Probleme, sofern man sich nicht an geltende Regeln und Recht hält. Diese sind in 2 Bereiche aufgeteilt, je nachdem „wo ein Pferd bewegt“ wird:

A  Die Straßenverkehrsordnung, Bundesrecht (öffentlicher Raum)
B  Bundesnaturschutz- und Bundeswaldgesetz  (
privater Raum, Landesrecht)
A  Die Straßenverkehrsordnung:
Im Einzelnen gilt für das Reiten folgendes: Das Reiten und Fahren auf öffentlichen Verkehrsflächen regelt die Straßenverkehrsordnung (StVO). Für Gespannfahrer und Reiter gelten sinngemäß die gleichen Verkehrsregeln wie für Fahrzeuge (§ 28 Abs. 2).

  • 1 StVO – Grundregeln (1) Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht. (2) Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.“
  • Pferde sind im Straßenverkehr nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personenbegleitet werden, die ausreichend auf sie einwirken können. Wer ein Pferd begleitet (also reitet oder führt), muss über reiterliches Können bzw. die erforderliche körperliche Konstitution verfügen. Dazu gehört auch die richtige Ausrüstung (man kann z.B. mit Stallhalfter und Strick reiten, jedoch nicht mit ausreichender Sicherheit im Straßenverkehr) – § 28 StVO.
  • Reiter/Innen benutzen die Fahrbahn– nicht etwa den Fußgängerweg – und zwar die äußerste rechte Seite (§ 2 Abs. 1 und 2 StVO). Wird die Fahrbahn durch eine durchgehende Linie begrenzt und bleibt rechts neben der Begrenzungslinie noch ausreichender Straßenraum frei, so muss rechts von der Begrenzungslinie geritten werden, weil Reiter/Innen den „langsamen Fahrzeugen“ gleich stehen.
  • Reiter/Innen dürfen nicht auf Fahrradwegen oder auf Gehwegen
  • Das Führen von Pferden von Kraftfahrzeugen oder vom Fahrrad aus ist verboten.
  • Reiter/Innen müssen während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst einfordern (z.B. Nebel, Schnee, Regen) ausreichend beleuchtet sein(§ 17 StVO).

Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden § 28 StVO (2):
1. beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,
2. beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.

Zusätzliche Leuchtgamaschen am Pferd und reflektierende Kleidung beim Reiter sind sehr zu empfehlen, ebenso die Stiefelleuchte (links).

  • Eine größere Reitergruppe bildet einen „Verband“. Im „geschlossenen Verband“ (§ 27 StVO) setzen sich die Reiter zu zweit nebeneinander. Der Verband soll nicht länger als 25 m sein. Dicht aufgeschlossen sind das etwa 12 Reiter. 20 Reiter formieren sich z.B. in 2 Verbänden zu je 10 Reitern. Der Abstand zwischen den Verbänden sollte wiederum mindestens 25 m betragen, damit ein Überholen möglich ist. Da der Verband als ein Verkehrsteilnehmer gilt, braucht nicht jeder Reiter beleuchtet sein. Die seitliche Begrenzung geschlossen reitender oder zu Fuß marschierender Verbände muss, wenn nötig (§ 17 Abs. 1 StVO), mindestens nach vorn durch nicht blendende Leuchten mit weißem Licht, nach hinten durch Leuchten mit rotem Licht oder gelbem Blinklicht kenntlich gemacht werden. (Die Beleuchtung muss in eigenem Interesse auch von weitem gut zu sehen sein.) Auch hier ist die Verwendung zusätzlicher Leuchtgamaschen dringend zu empfehlen.
  • Das Durchfahrverbotsschild(roter Rand, weißes Feld/Zeichen 250) ist ein Verbotszeichen für Fahrzeuge aller Art. Nach dem Grundsatz, wonach Reiter und Führer von Pferden den Fahrzeugen gleichstehen, würde es an sich auch für diese gelten. In der StVO ist jedoch ausdrücklich vermerkt, dass dieses Schild nicht für Reiter, Führer von Pferden sowie Treiber und Führer von Vieh gilt. Ist jedoch im weißen Feld ein Reiter oder ein Pferd dargestellt, dann gilt dieses Zeichen nur für Reiter/Pferde.

 

Pferdehalter sind verpflichtet die Pferdeäpfel aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen. Sie gelten als Verkehrshindernisse. Hier gilt § 32 StVO: „verkehrswidrige Zustände“ dürfen nicht entstehen

§ 32 Verkehrshindernisse

(1) Es ist verboten, die Straße zu beschmutzen oder zu benetzen oder Gegenstände auf Straßen zu bringen oder dort liegen zu lassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann. Wer für solche verkehrswidrigen Zustände verantwortlich ist, hat diese unverzüglich zu beseitigen und diese bis dahin ausreichend kenntlich zu machen. Verkehrshindernisse sind, wenn nötig (§ 17 Absatz 1), mit eigener Lichtquelle zu beleuchten oder durch andere zugelassene lichttechnische Einrichtungen kenntlich zu machen.

 

Kennzeichnungspflicht für Reitpferde.

In verschiedenen Landkreisen ist die Kennzeichnung von Reitpferden mit einer Nummer beidseits am Halfter verpflichtend vorgeschrieben.

 

Gesetzliche Bestimmungen für das Reiten und Fahren im Gelände

  1. b) Bundesnaturschutz- und Bundeswaldgesetz (Landesrecht)

Allgemeine Grundsätze für das Reiten/Fahren auf privaten (nicht öffentlichen) Wegen finden sich im Bundesnaturschutz- und Bundeswaldgesetz.

Einzelheiten dazu sind in den Naturschutz- und Waldgesetzen der jeweiligen Bundesländer geregelt, die somit für Reiter und Fahrer maßgeblich sind.

Die Kenntnis der gesetzlichen Vorschriften und das Verantwortungsbewusstsein eines jeden Reiters/Gespannfahrers sind unerlässlich, um Ausritte/Ausfahrten naturverträglich, konfliktfrei und vor allem erholsam gestalten zu können

EU Landwirtschaft

EU-Landwirtschaft

Jetzt fahren sie wieder, unsere Kultur- und Landschaftspfleger, gesetzlich abgesichert, mit staatlicher Unterstützung durch Privilegien und Fördergelder mit ihren schweren, teils überbreiten steuerbegünstigten Dieselgefährten, jede Euronorm einhaltend auf öffentlichen Straßen und Wegen, um unsere Gewässer, Böden, Grund- und Trinkwasserbereiche zu veredeln.
Viele davon sprühen ihren „Dünger“ respektive „Abfall“ in hohem Bogen, möglichst breit gefächert in „unsere / ihre“ Landschaft, um die so schon arg belastete Luft  für wenigstens ein paar Tage aufzuwürzen und den Böden eine „elastische braune Schutzschicht“ zu verpassen.
Bemerkenswert ist auch die hohe Effizienz dieser Maßnahmen, wenn man die tonnenschweren Gespanne sieht, wie schnell sie die Güllefässer mit Inhalten von einigen Tausend bis Zehntausend Litern bewegen und auf dem Feld ausbringen.
Für jeden heimat-, natur- und brauchtumsliebenden Landwirt bäuerlicher Struktur sicher ein Dilemma!  –  Besonders dann wenn man sich über reichlich buntblühende Wiesen mit einer Artenvielfalt in Flora und Fauna freuen kann, mit belebten Randstreifen und Büschen in denen so manches Tier Schutz und Lebensraum hätte, wenn es nicht gefährdet bzw. schon längst ausgestorben wäre.
Stattdessen folgt man den Vorgaben moderner Land- und Forstwirtschaft, wissenschaftlich begleitet, industriell-effektiv angelegt um den möglichst größten wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Das heißt investieren und produzieren mit allen zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln die gerade noch so erlaubt sind.
Alles legal. Doch beschleicht einen schon ein bisschen Wehmut, wenn man heute über giftgrüne Wiesen als Futterproduktionsfläche schaut, eingezäunt-gerahmt von Straßen- und Gewässerrand, 4 bis möglichst 7 mal auf den „vormals Mutterboden“ runter gemäht, um die in massigen Stallungen gehaltenen Milchproduzenten zu füttern.
Einfältig, nein vielfältig ist unsere Landschaft geworden dank der Agrar-Industrialisierung, unter Einhaltung EU-weit geltender Vorgaben sofern sie unsere Politiker für uns und unsere Landwirtschaft für gut befinden. Wir haben nichts gegen unsere Bauern, nur,  sie und wir haben das auszubaden.

Trimini

Trimini, eine Geschichte
vom vormals gemeindlichen, also kommunalen Freizeit und Erlebnisbad
zum jetzt privaten „Kristall-Trimini“

In „grauer Vorzeit“ gab es in Bayern ein Förder-Programm „Freizeit und Erholung“.
Der Gemeinde Kochel gelang es damals diesen Fördertopf anzuzapfen, woraus schlussendlich das „trimini“, ein Vorzeigebad in Bayern, ein „Familien- und Freizeitbad“ anfangs der 70-ziger Jahre entstanden ist.
An einem der schönsten Flecken Bayerns, direkt am Kochelsee vor fantastischer alpenländischer Lage, Berge, See, Freizeit und Erholung. Im Luftkurort und Kleinzentrum Kochel gelegen, hat dieses Bad viele Jahre beste Dienste geleistet.
Zugegebener Maßen hat man über die Jahrzehnte es versäumt, die Anlage „on top“ zu halten. Eine Kommune denkt da halt nicht unternehmerisch, sondern nur kostendeckend auf das unbedingt Erforderliche-Notwendige beschränkt, leider.
Infolge dessen verursachte das Bad zunehmend Kosten, weil man es versäumt bzw. vermieden hat, die Anlage an die sich laufend veränderten Gegebenheiten im Freizeitverhalten, wie z.B. im Tourismus und  bei Attraktionen,  im Wettbewerb mit konkurrierenden Bädern anzupassen. Das so veraltete Bad verursachte einen wachsenden Kostendruck, der die Gemeinde schließlich zwang zu handeln.
Neubau, Abriss mit Entsorgung, mögliche Alternativen?
Die Gemeinde war unschlüssig. Aus den folgend vielen Vorschlägen, die heftig und kontrovers beraten wurden, entschied man sich, einen Bäder-Investor zu finden. Die Suche mit Vorstellung unterschiedlicher Konzepte begann, wobei letztlich die Kristall-Bädergruppe Steinhart im Jahr 2005  in die engere Wahl kam. Nach umfangreicher Recherche im Bäderbereich, unter der Prämisse, das trimini als Familien/Freizeitbad zu erhalten, hat sich der damalige Gemeinderat ,  – auch wenn die damaligen Ideen und Planungen der Kristall Gruppe für gut bis bestechend empfunden wurden -, mehrheitlich gegen die Kristallbädergruppe entschieden und Herrn Steinhart abgesagt.
Mit der nächsten Gemeinderats-Periode ab 2008 wurde das Thema wieder aufgegriffen. Das trimini wurde zur „Chefsache“ und fortan nicht mehr öffentlich beraten, die Ratsmitglieder wurden offensichtlich zum Stillschweigen vergattert, Beratung, Verhandlung und Sachstand zum trimini blieben „geheim“, alle Fraktionen, Parteien und Personen des Gemeinderats haben somit einstimmig zur heutigen Situation beigetragen.
So erfuhren die Kochler nur „einseitig vom Rathaus“ zum Sachstand trimini, bis sich Schwierigkeiten ergaben und die Bädergruppe mit „Gegendarstellungen“ an die Öffentlichkeit ging. Die Parteien waren auf Streit gebürstet.
Unübersehbar ging es derweil mit dem trimini bergab. Den begonnenen Bauarbeiten, oder besser Abbrucharbeiten hat die Gemeinde „sehenden Auges“ zuschauen müssen.
Über unzählige Verhandlungen hat man sich endlich auf einen, wie die Gemeinde erklärte, sehr guten PPP-Vertrag, dessen Inhalt der Öffentlichkeit, dem Steuerbürger nicht bekannt wurde, geeinigt. Ob und wenn welche „feste Förderzusage (RÖFE oder BFR) des Freistaates erfolgte und welche Summen laut Vertrag die Gemeinde zu zahlen und weiterhin zu leisten hat, ist unklar. Ebenso unklar ist auch der Status quo: wem und zu welchen Teilen gehört das trimini, der Umschwung, der Parkplatz, die Zufahrtstraße samt Unterhalt, wie lange läuft der PPP-Vertrag und was ist zum Vertragsende über Kosten und Besitzverhältnisse festgelegt?
Da es hier um öffentlichen Besitz (trimini) und Steuergelder der Kochler Bürger geht, muss hierüber aufgeklärt werden.

Inzwischen, im Jahr 2017  ist das Kristall Trimini fertiggestellt und in Betrieb. Dem Vernehmen nach läuft es sehr gut und bringt der Gemeinde Wirtschaftskraft, erfreulich viele Tagesgäste und Übernachtungen. Der Presse entnehmend: insgesamt und abschließend eine gute Sache für Kochel am See.

01.01.2018

Elektromobilität

Elektromobilität

Eine bessere Lachnummer ist kaum zu bieten, als die von Ilse Aigner in der Modellregion  e-GAP!

Da kommt doch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner per spritfressender Monsterkarrosse in der Region an, steigt kurz vor Ziel aus, um die letzten Meter mit einem E-Auto zur Veranstaltung zu fahren, wo sie dann u.a. erklärt „ . . E-Autos seien marktfähig und alltagstauglich.. und Elektromobilität hat in Bayern Zukunft . . . „  Das tumbe Volk staunt über die Erkleuchtung und klatscht, während Frau Minister im edlen Dienstwagen mit Chauffeur davon braust.