Gemeinderat Kochel und Bürgernähe

(aus der Sitzung vom 13.10.20 zu einem Bürgerantrag)

Dazu stellt der 1. Bgm fest: „Das zuständige Gremium für die Meinungsbildung und Entscheidung ist ganz klar der Gemeinderat“. Ein weiterer CSU Gemeinderat ergänzt: „Wir sind rechtmäßig gewählte Vertreter der Gemeinde Kochel und als solche entscheidungsbefugt.“  Aus diesen und weiteren Äußerungen ist klar:  Bei diesem Gemeinderat sind Öffentlichkeit, rechtmäßig eingebrachte Bürgeranträge und Fragen zur „Frageviertelstunde“ nicht erwünscht.

Das wurde zudem dokumentiert in einer namentlichen Abstimmung, wonach die Einbindung der Öffentlichkeit mit 11 zu 6 Stimmen abgelehnt wurde.

Der Hinweis eines einzelnen Gemeinderates an seine Ratskollegen auf deren Wahlversprechen, versprochene Bürgernähe und offenes Ohr für Bürger, verhallte sang und klanglos.

Kochel Verkehr-Stau

Einen Versuch ist es jedenfalls wert:
Im Ortsbereich der Gesamtgemeinde Kochel am See eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30kmh mit dem Zusatz Luftkurort-Lärmschutz, Zebrastreifen für Fußgänger, besonders anstelle der „Leberkäsampel“, und an der Kreuzung B11 / St2026 Abbiegeregelung ändern durch Versetzen der Verkehrsinsel oder Kreisverkehr.
Regelung für Radlfahrer auf Durchgangsstraßen, entweder Umfahrungsalternativen anbieten oder Fahrradstreifen durchgängig! anbringen.
Bei Tempo 30 anstelle staubedingtem Stop und Go sinkt die Unfallgefahr allgemein und ebenfalls die Luft- und Lärmbelastung.
Nicht kleckern sondern MACHEN und gerne auch eine Bürgerbefragung durchführen.
Ich meine es würde sich lohnen, denn der „Umleitungsverkehr“  A95 via GAP wird noch viele Jahre anhalten.

Kochel B11: Radfahr-Streifen erschweren Ortsdurchfahrt

Der Stau in Kochel am See bekommt eine weitere unnötige Behinderung des fließenden Verkehrs.
 
Dieser Tage hat das Staatl. Straßenbauamt schon mal Markierungen rechts und links der Fahrbahn angebracht, zum aufspritzen der „Radfahr-Streifen“. Deutlich sichtbar-erkennbar ist, dass im Begegnungsverkehr 2 normale PKW gerade noch passieren können, so wird es für Busse, LKW und Lieferverkehr schon so eng, dass es Unfall gefährlich wird. Und das besonders dann, wenn Radler, Familien, mit Kindern gar, auf ihrem Schutzstreifen so dahin strampeln.

Fahrbahnabstände nach der STVO-Novelle 2020 innerorts

Was für eine absurde Idee, den sowieso schon stauenden Verkehr durch Kochel hindurch, zusätzlich durch diese Maßnahme zu erschweren. Bei der geringen Straßenbreite beileibe nicht ungefährlich! Und mit der geforderten „Leichtgängigkeit des Verkehrs“ wie im Gesetz vorgesehen, hat das absolut nichts zu tun. Ein BRAVO den Experten und Befürwortern.

Fachmännische Arbeiten-Mähen?

Kochel am See, eine Tourismus-Hochburg im Oberland, wird tatsächlich von Gästen sehr gut besucht. Das belegt nicht nur die Tourismus-Statistik des Luftkurortes, sondern auch die Gastgeber und die Einwohner der Gemeinde, die den Ort für die Gäste optisch ansprechend gestalten. Das sind ihre Anwesen mit Gärten und Blumenschmuck nicht nur an den Balkonen, sondern auch in ihrem Umfeld.

Was nicht nur Gäste, sondern auch Einheimische stört oder wundert, sind die „fachmännische? Ausführung“ von Arbeiten der Straßenreinigung, der Anlagen- und Grünflächen im Ort, sowie die Pflege der Wanderwege mit Ruhebänken und die seit vielen Jahren verblasste, fast nicht mehr lesbare Beschilderung im Ortsbereich. Hierbei scheint die Gemeindeverwaltung keinen Wert darauf zu legen, sodass sogar Mitglieder einheimischer Vereine ehrenamtlich zur Ortsverschönerung beitragen mit z.B. Blumenschmuck erstellen, gießen und pflegen.

Der gemeindliche Bauhof, ausgestattet mit vielen Gerätschaften/Maschinen versucht das auch, doch es gelingt nicht so recht. Die schweren Maschinen hinterlassen deutliche Spuren in den Anlagen und Grünflächen, die deutlich sichtbar meist bis auf die Krume, die braune Erde niedergemäht sind.

Verkehrshelfer in Kochel

Seit Ende Dezember 2019 gibt es in Kochel in Nähe des Bahnhofs zur Überquerung der Straße für Fußgänger einen Übergang an der B11 mit der Beschilderung „Verkehrshelfer“. Laut Pressebericht wird dieser von ausgebildeten „Schulweghelfern“ für Schüler bedient. Das ist  sicher sinnvoll und löblich,  wenngleich auch nur wenige Schüler dort queren und die Helfer frühmorgens, wenn überhaupt,   entsprechend nur kurz  im Dienst sind.

Da ist eher einleuchtend, dass der Gemeinderat dachte und beschloss, den Übergang für Fußgänger zum sogenannten „Schusterhaus“ schon mal vorzuplanen, denn in hoffentlich absehbarer Zeit soll dort eine Art Heimatmuseum, Versammlungs- oder/und Ausstellungshaus entstehen, deren Besucher vom gegenüber liegenden Parkplatz ihren Zugang haben


Und wenn Verkehrshelfer an der B11 möglich sind, so wünscht man sich an den bekannt verkehrsreichen Tagen der A95-Umleitungen und den Kurzurlaubern via Kochel – Walchensee  weitere Verkehrshelfer. Sie könnten anstelle der staubildenden langweiligen Ampelschaltung an der der „Leberkäs-Ampel“ in Kochel, für flüssigeren Durchgangsverkehr und sichere Fußgänger-Querung sorgen. Gleiches gilt am Bahnhof, wenn von Bahn und Bus sich die Besucherströme nach Kochel ergießen

AUSBREMST’IS

Kochel demonstriert am Samstag 22. August für die Verkehrswende im Oberland

nach unterschiedlicher Einschätzung waren an der Demo zwischen 200-300 Personen beteiligt. Dazu war die St2026 und die B11 für 1 1/2 Stunden von der Polizei komplett gesperrt. Zuschauer waren nur wenige zu sehen, der Verkehr war an diesem Tag wohl witterungsbedingt sehr schwach.

DEMO in Kochel
Demonstranten ziehen vom Trimini durchs Dorf bis zur Heimatbühne

Die Demo in Kochel hat die örtliche SPD, verantwortlich mit ihrem neu gewählten 1. Vorsitzenden organisiert. Zur Veranstaltung kamen auch Teilnehmer aus Wallgau und Grainau, wo zuvor schon Demos zum gleichen Thema waren.

Bericht über GMR-Sitzung: „des Bürgermeisters Beinpisser“

Es gibt viele Sichtweisen über Gemeinderatssitzungen dank Meinungsfreiheit.
Erstaunlich ist aber schon, wenn GMR-Neulinge sich in öffentlicher Sitzung darüber aufregen, dass es andere Meinungen zur Sache –hier Walchensee Bebauungsplan-  gibt und geäußert werden, und dieser es als „ans Bein des Bgm pissen“ wertet, was er sich von seinen Kollegen verbittet.
Grundsätzlich ist es doch erfreulich, wenn im öffentlichen Teil sachlich über Für und Wider diskutiert wird und für den zuhörenden Gemeindebürger und Wähler sichtbar wird, wie dann der Beschluss zustande kommt.
Das seit einigen Jahren geübte Procedere, Tagesordnungspunkte mit vorgefertigter Beschlussvorlage zu verlesen, anstelle öffentlicher Diskussion, mag bequem sein, noch dazu, wenn sie mit Stolz, fast immer als einstimmiger Gemeinderatsbeschluß präsentiert wird, schafft weder Transparenz noch Bürgernähe.

Bis zu 120 Wohnmobil Stellplätze am Trimini in Kochel?

Wohmo-Stellplatz –  eine faule Tomate?

Wie man die Presseberichte auch dreht und wendet, man kommt nicht drauf: Wohnmobilstellplätze? Ja aber. Es ist so, als plane man Tomaten zu kaufen, nur gute, welche Art und wie viele? – und bei aller Mühe, es war doch eine faule dabei.

Wohmo-Stellplätze waren schon oft geplant, aber nie angepackt. Aber jetzt 90, später bis zu 120 Plätze quasi baureif im Plan zum Beschluss vorzustellen ist sportlich!
Wo genau ist nicht zu erkennen, weder aus der Beschreibung noch aus unterschiedlichen Planskizzen. Jedenfalls aber im Kernbereich des Hochwasser-Überschwemmungsgebietes, auf der Haus- und Gewerbemüll-Deponie an der Triministraße, den dortigen Sportanlagen vorgelagert, östlich und auch westlich der Straße am See?

Wer ist Planer, wer ist Eigentümer, wer ist Betreiber alles offen! Nicht erkennbar.
Und doch hat die Gemeinde anscheinend die umfangreiche, reichlich problembehaftete Planung längst beauftragt und (mit Steuergeldern) bezahlt, wobei ein mehrheitlich „öffentliches Sanitärhaus“ von gut 20 x 11 m Ausmass hinzukommt.
Damit wäre Schluß mit Flohmärkten deren Erlös den örtlichen Vereinen zugedacht ist, Festzeltbetrieb wo?

Kurzum, auch hier ist eine faule Tomate dabei, uns untergejubelt zu werden.

Walchensee, Südufer und Co,

ich denke es war vor etwa 25 Jahren, als nach jahrelanger Diskussion und Beratung, endlich das „LSG“ = Landschaftsschutzgebiet Walchensee beschlossen wurde.

Thomas Goppel war Umweltminister, und es gab See-Konferenzen.
Die damals erkannten und erörterten Probleme waren die selben wie heute: Freizeitdruck, Tourismus und Verkehr.  –  Was hat sich geändert?  –  Eigentlich nichts!

Die örtliche und bayerische Politik zeigt sich entsetzt über die Zustände heute! Als unfassbar katastrophal wird es empfunden und „werbewirksam!
Doch keiner unserer Granden hat je wirklich was bewegt, es ist heute wie damals, sehr schade!

Die Betroffenen damals wie heute, Gemeindebürger, Rettungskräfte, Wasserwacht, Bund Naturschutz – ich erinnere nur an „unseren Willi Meier“, zeigten enormes Engagement für unser Walchensee-Gebiet, was aber leider keinen nachhaltigen Niederschlag zum Schutz unserer Heimat/Landschaft fand. – Halt, stimmt nicht ganz, es wurden dann doch einige Holz-Abplankungen an der B11 am Walchensee angebracht, die zumindest das Parken am Uferstraßenrand verhindern.

Kochel erstickt im Luftkurort

Kochel erstickt – Verkehrsplanung Totalausfall

Nicht nur jetzt zu Corona-Zeiten, nein, seit Jahrzehnten ein Verkehrs-Dilemma in Kochel. Von Planung keine Spur. Es konnte ja Niemand ahnen, dass der Verkehr so zunimmt?
Die vorausschauende intelligente Verkehrsplanung der Bundes- und Landesregierungen – ein Traum.

Ein Traum auch, wie sich Kochel jetzt berühmt machen kann. In fast allen Zeitungen, Magazinen, im Rundfunk und auch besonders wirkungsvoll in Fernsehreportagen.
Der Mensch braucht es, und Kochel auch.
Eine gigantische Werbung ohne Kosten. Davon träumt jede Tourismus-Gemeinde. Man beklagt sich, gibt Interviews, weist auf die unhaltbaren Zustände hin, bewirkt politische und polizeiliche Unterstützung.
Was für eine Show, PR vom Feinsten! Natürlich vergisst man nicht unsere Gäste in den (abgasfreien?) Luftkurort im Zwei-Seen-Land herzlich einzuladen, aber bitte vernünftig. Bitte Straßenränder, Ein/Ausfahrten nicht zuparken, nehmt Rücksicht auf die Einheimischen und haltet Rettungswege unbedingt frei.

Die Verkehrsplanung eine Katastrophe: immer mehr Autos, immer breiter und größer, immer mehr LKW (just in time!) Bahnstrecken abbauen, Fernverkehr-Lastenverkehr? Aber bleiben wir im Gemeindebereich Kochel am See. Die einst geplante Umfahrung zugebaut mit Wohnungen, klar auch die braucht es.
Die BAB A95 nach GAP endet bei Eschenlohe – zunehmend Stau. Ortsumfahrung Oberau, Tunnelbau keine Lösung, siehe Farchant-Blockabfertigung-also Stau und bis die Umfahrungen/Tunnels in Jahrzehnten dort fertig sind, bleibt der Umleitungsverkehr über Kochel bestehen – keine Change.

Verstärkeramt-Baudenkmal

Das Verstärkeramt Kochel am See hat eine vielfältige und lange Geschichte. Derzeit geht es um die Entscheidung Baudenkmal ja oder nein und die damit zusammenhängende weitere Nutzung des Gebäudes. Die Gemeinde als Besitzer möchte abreißen und per Neubau wie bekannt um nutzen. Die Petenten wollen das Verstärkeramt als Baudenkmal geschützt wissen.

Ein ganz anderer Aspekt, was viele nicht wissen, ist der Zusammenhang des Verstärker-Amtes mit der Funkstation am Herzogstand, aus der Zeit der Ionensphäre-Forschung. Zu dieser Zeit war nämlich im Dachgeschoss (s.Bild) des Verstärkeramtes die Empfangsstation, als Kern der erwähnten technischen Funkanlagen.

Ein Baudenkmal, verbunden mit solch einer Kultur-Historisch bedeutenden Geschichte abzureißen, zugunsten eines „Zweck-Neubaus“, wäre doch eine arge Missachtung dieser weltweit bekannten Forschungsstätte in bester Nachbarschaft des Walchensee Wasserkraftwerks von Oskar v. Miller, der sogenannten „WVA“ der Penemünder um Werherr v. Braun, der Raketen- und Windkanal-Forscher in Altjoch.

Man könnte ins Schwärmen kommen, wenn man an die „kulturgeschichtliche Birg“, die Maler Lovis Corinth oder Franz Mark denkt. Kurzum, welche Gemeinde hat schon so viel Potential zu bieten, wie Kochel am See, das es aufzubereiten und zu bewahren gilt. Das Verstärker-Amt als Baudenkmal bewahren, innen ausgebaut mit Rettungswache (Polizei u. BRK) der Wohn- Vereins- und Obdachlosen-Nutzung ist möglich und schafft in dieser Kombination sozialen Frieden im Haus. Für den gemeindlichen Bauhof findet sich ein besserer Platz in der Flächengemeinde Kochel am See.

Quellen
Deutsches Museum, Magazin:    Ohne Masten und ohne Kohle            
Die Großfunkstation am Herzogstand | Von Martin Rothe und Helmut Renner

Bild; Krinner / Friedhelm Oriwol Stiftung
Empfangsstation im Dachgeschoss des Verstärkeramtes Kochel am See

Das Kochler Wappen im Sinkflug?

Das Kochler Wappen im Sinkflug?
An der viel befahrenen B11, vor der Heimatbühne (faktisch an der Abzweigung zur Jugendherberge, die es seit Jahren in Kochel nicht mehr gibt!) wurde stolz das Kochler Wappen, eigens im Metall-Rahmen geformt, mit farblich passendem Blumenschmuck arrangiert. Eigentlich ganz schön anzusehen. Offensichtlich ist dieser Schmuck, dem „zurück zur Natur-Trend“ geopfert: es darf nun wachsen was will – vielleicht ist es auch der „Kräuterregion Kochel am See“ angepasst?
Oder soll das schwarze Wappen etwa die Kochler Tristesse versinnbildlichen . . 

Ehemaliges Verstärkeramt Kochel, Petition- Abriss ?

Zur Besichtigung des Verstärkeramtes mit dem Petitionsausschuss war in der Presse die Öffentlichkeit ausdrücklich eingeladen. doch fand diese Erörterung hinter Gittern statt und der Zugang war gesperrt. Das mag seine Gründe haben, auch wenn sie nicht bekannt gemacht wurden. Das Ergebnis der Besichtigung, Beratung und Entscheidung wird hoffentlich veröffentlicht.
Das Verstärkeramt-Hauptgebäude ist zu erhalten. Die von der Gemeinde angedachte mehrfach-Nutzung wird kaum unter einen Hut zu bringen sein, da zu viele Gegensätze bestehen (wie Komfort-Wohnung bis Obdachlosenunterkunft, Bauhof, Werkstätte, Jugendraum alles unter einem Dach?).
Vorschlag: In diesem Komplex die Rettungswache Kochel, Polizeistation und BRK-Rettung, unterzubringen, wäre dagegen eine gute Lösung für das angeblich (noch?) Kleinzentrum Kochel, da die alte Rettungswache, die räumlich stark beengt und verkehrlich sehr ungünstig am jetzigen Standort gelegen, bekannter weise problematisch ist.  
Eine Rettungswache im Verstärkeramt, direkt an der B11 gelegen, böte ausreichend Platz für diese Einrichtungen. Auch die vorhandenen Garagen bieten Platz für die notwendigen Sonderfahrzeuge von Polizei und BRK. Diese Variante könnte dem Landkreis und der Flächen- Gemeinde Kochel sehr viel nützlicher sein, als die Abriss-Planung des denkmalgeschützten Verstärkeramtes

Notfall Gemeinderat

Dass nach der Kommunalwahl 2020 im neuen GMR das Thema „Notfall“ zur Diskussion stand, war zu erwarten, zumal es in der Gemeindeordnung nicht vorgesehen und in der Mitteilung des Innenministeriums vom 20.03.20 zum Verhalten in der Corona-Pandemie weder vorkommt noch vorgeschrieben ist. Unser Bürgermeister hat sicher nur aus Vorsorge vor möglicher Ansteckung und Erkrankung seiner Mitarbeiter und Gemeinderäte sich für diese Notfall-Maßnahme entschieden, wenngleich dafür eigentlich der „Ferienausschuss“ vorgesehen wäre. Natürlich kann so eine Entscheidung, wie andere auch, nachträglich erörtert, diskutiert und sanktioniert werden. Jedenfalls ist es erfreulich wenn der neue Rat in öffentlicher Meinungsäußerung und Diskussion dies behandelt und zur Sache abstimmt. Wenn der GMR zukünftig die öffentliche Tagungsordnung ebenso öffentlich berät, seine Meinung dazu kundtut und abstimmt, ist es ein echter Gewinn für das neu gewählte Gremium.

Notfall Gemeinderat 2020

 „Notfall Gemeinderat 2020“ INAUGURATION
Hohes Infektionsrisiko – Kochel richtet Notausschuss ein

In der Endphase der auslaufenden GMR-Periode wurde als fürsorgliche Schutzmaßnahme vor möglicherweise tödlich verlaufender Corona-Erkrankung / Ansteckungsgefahr vom 1. Bgm. ein „Notfall“-Parlament installiert, bestehend aus nur einigen, notwendigen Räten, bis hin zur alleinigen Entscheidungsgewalt des Bürgermeisters bei besonders kniffligen oder unaufschiebbaren Fällen.
Die Öffentlichkeit war aus eben diesen Gründen ausgeschlossen, eine Sitzungsverlegung vom engen Sitzungssaal im Rathaus in ein größeres Objekt wie z.B. Heimatbühne nicht möglich, da dort kein Anschluss an den unbedingt notwendigen Rathausserver bestand.
Zum 5.Mai 2020 wurde der scheidende und der neu zu installierende GMR in die Heimatbühne geladen. Dieser Festakt konnte offensichtlich vom „Notfall-Parlament“ entschieden, ohne den wichtigen Serveranschluss zum Rathaus stattfinden. Ob zu dieser Veranstaltung im großen Saal der Heimatbühne Öffentlichkeit eingeladen bzw. erwünscht war, konnte der Pressemitteilung in der Tageszeitung nicht entnommen werden. So bleibt abzuwarten, ob und wie die Presse über diese Veranstaltung berichtet, sodass dann der interessierte Gemeindebürger über die Verabschiedung und Neubesetzung des Rates mit Ausschüssen informiert wird.

Corona – Ausflug

Corona-Ausflug
Ausflugfahrten mit Motorrad verboten – mit Rennrad und Mountainbike nicht? Motorradfahrer sind geschützt in Montur und geschlossenem Helm mit Visier – wen sollen sie anstecken? Radler fahren voll offen, oft in Gruppen neben- und hintereinander, sie „entsorgen ihre körpereigenen Abfallprodukte“ während der Fahrt in die Umwelt, gemeint sind „Daumenschneuzer und Glachespucker“, wobei noch mancher Fußgänger achtgeben muss, nicht getroffen zu werden. Die Unfallgefahr besteht bei beiden. Sinnvoller wäre Freizeitsport einzuschränken bzw. zu verbieten und anzuordnen, dass bei Zuwiderhandeln die nötigen Rettungseinsätze nicht versichert sind, sondern in diesen Fällen voll privat zu bezahlen sind. Das wäre sinnvoller, gerechter und würde der Allgemeinheit enorme Sozialkosten ersparen.

Gemeinde Kochel am See

Gemeinde Kochel, die immer gleichen Probleme
– vor der Wahl ist nach der Wahl –

Bei schönstem Frühlingswetter und Temperaturen bis fast 20°C brummt der Ausflugs-Tourismus. Motorräder, Genuss-Fahrer und Raser bevölkern den Kesselberg rauf und runter, Automobilisten treibt es raus in die Natur, die Parkplätze rund um den Walchensee sind voll, übervoll. Auch die Straßenränder sind zugeparkt, fast mehr als im Hochsommer. Die Gesellschaft ist gnadenlos. Ein  Problem, bekannt seit Jahrzehnten, köchelt weiter – Lösung nicht in Sicht. Zudem noch der Um- und Ausleitungsverkehr von der A95. Es wird auf Jahre absehbar nicht besser. Auch der neu gewählte Gemeinderat des „Kleinzentrums“ Kochel wird kaum was ändern können. Getrieben von  Notwendigkeiten des Jetzt und Gleich, bleibt keine Zeit für planbare Abhilfe. Da wird auch kaum der ausgeschriebene „Food-Truck“ an  der Seepromenade, wo (original Text)„viele tausend Tagesbesucher, Urlaubsgäste und Einheimische dieses Angebot zwischen Ostern und Kirchweih“ nutzen, nicht viel  ändern.

Bahnhofs-Uhr Kochel am See Stillstand & Projekte

Kochel und die Bahnhofsuhr,  Aschermittwoch 26.02.2020

Dass in Bayern die Uhren anders gehen ist bekannt. Wenn aber Uhren stehen, also an markanten Stellen gar nicht gehen, so ist Stillstand angesagt.

Seit langer, langer Zeit steht die große Uhr am Bahnhof. Offensichtlich von Amtswegen außer Betrieb gesetzt, das Ziffernblatt mit schwarzen Streifen überklebt.
Der Bahnhof ist Anlaufstelle für ÖPNV-Reisende mit Bahn und Bussen und zudem für die Tourist-Info, der Luftkurortsgemeinde Kochel am See. Also das zentrale Entree der Gemeinde, quasi der erste Eindruck.

Ist dieser Stillstand symptomatisch für die Gemeinde? Man könnte es meinen, denn wichtige Vorhaben dümpeln auch schon
über 2 Gemeinderats-Perioden (12 Jahre) vor sich hin:
Bauhof am Trimini-Gelände bis Bauhof Verstärkeramt

z.B., die Seestuben, Abriss-Umbau oder gar Neubau? (störende Bäume wurden längst gefällt) NICHTS ist passiert, außer hohen Planungskosten! 

Oder gar der Jugendraum? Der besteht immer noch aus einem faulenden, ausrangierten Bauwagerl, vor hohen Büschen (als Toilettenersatz!)


am Rand der aufgelassenen Hausmülldeponie am „Trimini-Festplatz“.

Vielleicht sind unter den „damals Jugendlichen“, heute einige erwachsene Kandidaten dabei, die sich für die in gut 2 Wochen anstehenden Kommunalwahlen haben aufstellen lassen, und die wie in der Wahlwerbung angekündigt „etwas bewegen“ wollen?

Tag des offenen Denkmals 2019 in Kochel am See


 Das Kochler Verstärkeramt, ein Beispielbauwerk der Klassischen Moderne, oder ein Abrissopfer zugunsten moderner Mehrfachnutzung nach Neubau?  
Kochel hat Potential. Da ist die über 1250 jährige Ortsgeschichte mit vielfältigen Ereignissen der Ansiedelung, Kultur und Wirtschaft samt Bauwerken verschiedenster Epochen und Bedeutung. Ob sich  der Ort darüber im Klaren ist, darf manchmal bezweifelt werden.
Weil die Gemeinde einen neuen Bauhof braucht plant sie am alten Standort einen Mehrzweck- Neubau, der letztlich dort aber nicht zu realisieren ist. Auf der Suche nach Ersatz erschien dem Gremium das alte Verstärkeramt als geeignet. Man konnte es kaufen und wieder begann man zu planen:  Ein Hauskomplex in dem der Bauhof mit Fahrzeugen, Geräten, Maschinen, Werkstätten untergebracht ist, Jugend- oder Vereinsheim Platz finden, Wohneinheiten von sozial verträglich bis gehoben und Obdachlosen Unterkunft möglich sein sollen. Sicher alles gut gemeint, doch ob das Miteinander im tagtäglichen Betrieb verträglich ist bleibt  abzuwarten. Und dann kommt auch noch der Denkmalschutz. Was nun?

Dazu erschien vor einigen Tagen ein sehr lesenswerter Artikel der Architekturhistorikerin Kaija Voss in der Zeitung, der zum Tag des offenen Denkmals in Kochel am See passt und unter folgendem Link:  https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/reformarchitektur-kuehne-formensprache-1.4580446  zu lesen ist.
Ganz klar, das „Kochler Verstärkeramt“ kann zu diesem Anlass nicht geöffnet werden, wohl aber das „alte Schusterhaus“, das von der Gemeinde und dem Heimatverein Denkmal gefördert weiter leben darf.

HERBST, Baum und Heckenschnitt

Rückschnitt-Lichtraumprofil   20.8.19

Alle Jahre wieder sind Kommunen auf Einhaltung des „BayStrWG“ in ihrer Gemeinde bemüht, Bäume, Sträucher und Hecken auf öffentlichen Straßen, Plätzen und  Wegen so zurück zu schneiden, dass die Leichtgängigkeit des Verkehrs und das Einhalten von Abstandsflächen und Lichtraumprofilen  gewährleistet ist.
Dazu werden auch die Grundstückseigentümer als Anlieger zum notwendigen Rückschnitt aufgefordert, was ja auch Sinn macht.
Fraglich ist allerdings  der Zeitraum des geforderten Rückschnitts, denn dem steht das Bundes Naturschutzgesetz entgegen, wonach vom 1. März bis 30. September (bestimmte Ausnahmen ausgenommen) nicht geschnitten werden darf.
 Natürlich sollte die  Gemeinde auch dafür sorgen, dass die Massen anfallenden  Schnittguts auch zeit- und ordnungsgemäß entsorgt werden können und nicht in Wald und Flur landen, was entsprechend lange Öffnungszeiten der Grüngut-Annahmestellen erfordert.