Verstärkeramt-Baudenkmal

Das Verstärkeramt Kochel am See hat eine vielfältige und lange Geschichte. Derzeit geht es um die Entscheidung Baudenkmal ja oder nein und die damit zusammenhängende weitere Nutzung des Gebäudes. Die Gemeinde als Besitzer möchte abreißen und per Neubau wie bekannt um nutzen. Die Petenten wollen das Verstärkeramt als Baudenkmal geschützt wissen.

Ein ganz anderer Aspekt, was viele nicht wissen, ist der Zusammenhang des Verstärker-Amtes mit der Funkstation am Herzogstand, aus der Zeit der Ionensphäre-Forschung. Zu dieser Zeit war nämlich im Dachgeschoss (s.Bild) des Verstärkeramtes die Empfangsstation, als Kern der erwähnten technischen Funkanlagen.

Ein Baudenkmal, verbunden mit solch einer Kultur-Historisch bedeutenden Geschichte abzureißen, zugunsten eines „Zweck-Neubaus“, wäre doch eine arge Missachtung dieser weltweit bekannten Forschungsstätte in bester Nachbarschaft des Walchensee Wasserkraftwerks von Oskar v. Miller, der sogenannten „WVA“ der Penemünder um Werherr v. Braun, der Raketen- und Windkanal-Forscher in Altjoch.

Man könnte ins Schwärmen kommen, wenn man an die „kulturgeschichtliche Birg“, die Maler Lovis Corinth oder Franz Mark denkt. Kurzum, welche Gemeinde hat schon so viel Potential zu bieten, wie Kochel am See, das es aufzubereiten und zu bewahren gilt. Das Verstärker-Amt als Baudenkmal bewahren, innen ausgebaut mit Rettungswache (Polizei u. BRK) der Wohn- Vereins- und Obdachlosen-Nutzung ist möglich und schafft in dieser Kombination sozialen Frieden im Haus. Für den gemeindlichen Bauhof findet sich ein besserer Platz in der Flächengemeinde Kochel am See.

Quellen
Deutsches Museum, Magazin:    Ohne Masten und ohne Kohle            
Die Großfunkstation am Herzogstand | Von Martin Rothe und Helmut Renner

Bild; Krinner / Friedhelm Oriwol Stiftung
Empfangsstation im Dachgeschoss des Verstärkeramtes Kochel am See

Bahnhofs-Uhr Kochel am See Stillstand & Projekte

Kochel und die Bahnhofsuhr,  Aschermittwoch 26.02.2020

Dass in Bayern die Uhren anders gehen ist bekannt. Wenn aber Uhren stehen, also an markanten Stellen gar nicht gehen, so ist Stillstand angesagt.

Seit langer, langer Zeit steht die große Uhr am Bahnhof. Offensichtlich von Amtswegen außer Betrieb gesetzt, das Ziffernblatt mit schwarzen Streifen überklebt.
Der Bahnhof ist Anlaufstelle für ÖPNV-Reisende mit Bahn und Bussen und zudem für die Tourist-Info, der Luftkurortsgemeinde Kochel am See. Also das zentrale Entree der Gemeinde, quasi der erste Eindruck.

Ist dieser Stillstand symptomatisch für die Gemeinde? Man könnte es meinen, denn wichtige Vorhaben dümpeln auch schon
über 2 Gemeinderats-Perioden (12 Jahre) vor sich hin:
Bauhof am Trimini-Gelände bis Bauhof Verstärkeramt

z.B., die Seestuben, Abriss-Umbau oder gar Neubau? (störende Bäume wurden längst gefällt) NICHTS ist passiert, außer hohen Planungskosten! 

Oder gar der Jugendraum? Der besteht immer noch aus einem faulenden, ausrangierten Bauwagerl, vor hohen Büschen (als Toilettenersatz!)


am Rand der aufgelassenen Hausmülldeponie am „Trimini-Festplatz“.

Vielleicht sind unter den „damals Jugendlichen“, heute einige erwachsene Kandidaten dabei, die sich für die in gut 2 Wochen anstehenden Kommunalwahlen haben aufstellen lassen, und die wie in der Wahlwerbung angekündigt „etwas bewegen“ wollen?

Jugend-Raum Kochel

vorbildliche Jugendarbeit

Für die nicht in Vereinen organisierte Kochler Jugend gab es nach dem „Monaco-Keller“ in der  Heimatbühne noch kurz ein Ausweichquartier im ÖTV / Verdi-Gelände, dann war Schluss mit der „Jugendarbeit“  in Kochel. 

Da dem Gemeinderat Jugendarbeit viel Wert ist, beschloss man im geplanten Neubau des  Bauhofs  an der Trimini-Straße unter anderem auch einen Jugendraum zu bauen. Die Planung dazu wurde öffentlich vorgestellt, doch dieses sicherlich notwendige Bauwerk konnte letztlich nicht gebaut werden weil der  Standort wegen Hochwasser nicht möglich war.  Der Jugend verpflichtet hat man einen  alten Bauwagen als Jugendraum hergerichtet und am Trimini-Festplatz installiert.

Weil dieser Standort abgelegen, dunkel und wenig geeignet scheint, hat man sich offensichtlich entschlossen ,  mit dem Jugendraum zur Jugend in die Kochler Ortsteile zu ziehen. So kam der Bauwagen-Jugendraum nun im Bereich Am Lainbach / Alte Straße zu stehen und wartet vermutlich schon auf seinen nächsten Einsatz.
Die Gemeinde indes  hat die Jugendarbeit fest im Griff und plant geeignete Räume im vor Jahren erworbenen alten Verstärkeramt verwirklichen zu können.