Kochel B11: Radfahr-Streifen erschweren Ortsdurchfahrt

Der Stau in Kochel am See bekommt eine weitere unnötige Behinderung des fließenden Verkehrs.
 
Dieser Tage hat das Staatl. Straßenbauamt schon mal Markierungen rechts und links der Fahrbahn angebracht, zum aufspritzen der „Radfahr-Streifen“. Deutlich sichtbar-erkennbar ist, dass im Begegnungsverkehr 2 normale PKW gerade noch passieren können, so wird es für Busse, LKW und Lieferverkehr schon so eng, dass es Unfall gefährlich wird. Und das besonders dann, wenn Radler, Familien, mit Kindern gar, auf ihrem Schutzstreifen so dahin strampeln.

Fahrbahnabstände nach der STVO-Novelle 2020 innerorts

Was für eine absurde Idee, den sowieso schon stauenden Verkehr durch Kochel hindurch, zusätzlich durch diese Maßnahme zu erschweren. Bei der geringen Straßenbreite beileibe nicht ungefährlich! Und mit der geforderten „Leichtgängigkeit des Verkehrs“ wie im Gesetz vorgesehen, hat das absolut nichts zu tun. Ein BRAVO den Experten und Befürwortern.

Fachmännische Arbeiten-Mähen?

Kochel am See, eine Tourismus-Hochburg im Oberland, wird tatsächlich von Gästen sehr gut besucht. Das belegt nicht nur die Tourismus-Statistik des Luftkurortes, sondern auch die Gastgeber und die Einwohner der Gemeinde, die den Ort für die Gäste optisch ansprechend gestalten. Das sind ihre Anwesen mit Gärten und Blumenschmuck nicht nur an den Balkonen, sondern auch in ihrem Umfeld.

Was nicht nur Gäste, sondern auch Einheimische stört oder wundert, sind die „fachmännische? Ausführung“ von Arbeiten der Straßenreinigung, der Anlagen- und Grünflächen im Ort, sowie die Pflege der Wanderwege mit Ruhebänken und die seit vielen Jahren verblasste, fast nicht mehr lesbare Beschilderung im Ortsbereich. Hierbei scheint die Gemeindeverwaltung keinen Wert darauf zu legen, sodass sogar Mitglieder einheimischer Vereine ehrenamtlich zur Ortsverschönerung beitragen mit z.B. Blumenschmuck erstellen, gießen und pflegen.

Der gemeindliche Bauhof, ausgestattet mit vielen Gerätschaften/Maschinen versucht das auch, doch es gelingt nicht so recht. Die schweren Maschinen hinterlassen deutliche Spuren in den Anlagen und Grünflächen, die deutlich sichtbar meist bis auf die Krume, die braune Erde niedergemäht sind.

Verkehrshelfer in Kochel

Seit Ende Dezember 2019 gibt es in Kochel in Nähe des Bahnhofs zur Überquerung der Straße für Fußgänger einen Übergang an der B11 mit der Beschilderung „Verkehrshelfer“. Laut Pressebericht wird dieser von ausgebildeten „Schulweghelfern“ für Schüler bedient. Das ist  sicher sinnvoll und löblich,  wenngleich auch nur wenige Schüler dort queren und die Helfer frühmorgens, wenn überhaupt,   entsprechend nur kurz  im Dienst sind.

Da ist eher einleuchtend, dass der Gemeinderat dachte und beschloss, den Übergang für Fußgänger zum sogenannten „Schusterhaus“ schon mal vorzuplanen, denn in hoffentlich absehbarer Zeit soll dort eine Art Heimatmuseum, Versammlungs- oder/und Ausstellungshaus entstehen, deren Besucher vom gegenüber liegenden Parkplatz ihren Zugang haben


Und wenn Verkehrshelfer an der B11 möglich sind, so wünscht man sich an den bekannt verkehrsreichen Tagen der A95-Umleitungen und den Kurzurlaubern via Kochel – Walchensee  weitere Verkehrshelfer. Sie könnten anstelle der staubildenden langweiligen Ampelschaltung an der der „Leberkäs-Ampel“ in Kochel, für flüssigeren Durchgangsverkehr und sichere Fußgänger-Querung sorgen. Gleiches gilt am Bahnhof, wenn von Bahn und Bus sich die Besucherströme nach Kochel ergießen

Kochel erstickt im Luftkurort

Kochel erstickt – Verkehrsplanung Totalausfall

Nicht nur jetzt zu Corona-Zeiten, nein, seit Jahrzehnten ein Verkehrs-Dilemma in Kochel. Von Planung keine Spur. Es konnte ja Niemand ahnen, dass der Verkehr so zunimmt?
Die vorausschauende intelligente Verkehrsplanung der Bundes- und Landesregierungen – ein Traum.

Ein Traum auch, wie sich Kochel jetzt berühmt machen kann. In fast allen Zeitungen, Magazinen, im Rundfunk und auch besonders wirkungsvoll in Fernsehreportagen.
Der Mensch braucht es, und Kochel auch.
Eine gigantische Werbung ohne Kosten. Davon träumt jede Tourismus-Gemeinde. Man beklagt sich, gibt Interviews, weist auf die unhaltbaren Zustände hin, bewirkt politische und polizeiliche Unterstützung.
Was für eine Show, PR vom Feinsten! Natürlich vergisst man nicht unsere Gäste in den (abgasfreien?) Luftkurort im Zwei-Seen-Land herzlich einzuladen, aber bitte vernünftig. Bitte Straßenränder, Ein/Ausfahrten nicht zuparken, nehmt Rücksicht auf die Einheimischen und haltet Rettungswege unbedingt frei.

Die Verkehrsplanung eine Katastrophe: immer mehr Autos, immer breiter und größer, immer mehr LKW (just in time!) Bahnstrecken abbauen, Fernverkehr-Lastenverkehr? Aber bleiben wir im Gemeindebereich Kochel am See. Die einst geplante Umfahrung zugebaut mit Wohnungen, klar auch die braucht es.
Die BAB A95 nach GAP endet bei Eschenlohe – zunehmend Stau. Ortsumfahrung Oberau, Tunnelbau keine Lösung, siehe Farchant-Blockabfertigung-also Stau und bis die Umfahrungen/Tunnels in Jahrzehnten dort fertig sind, bleibt der Umleitungsverkehr über Kochel bestehen – keine Change.

Verstärkeramt-Baudenkmal

Das Verstärkeramt Kochel am See hat eine vielfältige und lange Geschichte. Derzeit geht es um die Entscheidung Baudenkmal ja oder nein und die damit zusammenhängende weitere Nutzung des Gebäudes. Die Gemeinde als Besitzer möchte abreißen und per Neubau wie bekannt um nutzen. Die Petenten wollen das Verstärkeramt als Baudenkmal geschützt wissen.

Ein ganz anderer Aspekt, was viele nicht wissen, ist der Zusammenhang des Verstärker-Amtes mit der Funkstation am Herzogstand, aus der Zeit der Ionensphäre-Forschung. Zu dieser Zeit war nämlich im Dachgeschoss (s.Bild) des Verstärkeramtes die Empfangsstation, als Kern der erwähnten technischen Funkanlagen.

Ein Baudenkmal, verbunden mit solch einer Kultur-Historisch bedeutenden Geschichte abzureißen, zugunsten eines „Zweck-Neubaus“, wäre doch eine arge Missachtung dieser weltweit bekannten Forschungsstätte in bester Nachbarschaft des Walchensee Wasserkraftwerks von Oskar v. Miller, der sogenannten „WVA“ der Penemünder um Werherr v. Braun, der Raketen- und Windkanal-Forscher in Altjoch.

Man könnte ins Schwärmen kommen, wenn man an die „kulturgeschichtliche Birg“, die Maler Lovis Corinth oder Franz Mark denkt. Kurzum, welche Gemeinde hat schon so viel Potential zu bieten, wie Kochel am See, das es aufzubereiten und zu bewahren gilt. Das Verstärker-Amt als Baudenkmal bewahren, innen ausgebaut mit Rettungswache (Polizei u. BRK) der Wohn- Vereins- und Obdachlosen-Nutzung ist möglich und schafft in dieser Kombination sozialen Frieden im Haus. Für den gemeindlichen Bauhof findet sich ein besserer Platz in der Flächengemeinde Kochel am See.

Quellen
Deutsches Museum, Magazin:    Ohne Masten und ohne Kohle            
Die Großfunkstation am Herzogstand | Von Martin Rothe und Helmut Renner

Bild; Krinner / Friedhelm Oriwol Stiftung
Empfangsstation im Dachgeschoss des Verstärkeramtes Kochel am See

Das Kochler Wappen im Sinkflug?

Das Kochler Wappen im Sinkflug?
An der viel befahrenen B11, vor der Heimatbühne (faktisch an der Abzweigung zur Jugendherberge, die es seit Jahren in Kochel nicht mehr gibt!) wurde stolz das Kochler Wappen, eigens im Metall-Rahmen geformt, mit farblich passendem Blumenschmuck arrangiert. Eigentlich ganz schön anzusehen. Offensichtlich ist dieser Schmuck, dem „zurück zur Natur-Trend“ geopfert: es darf nun wachsen was will – vielleicht ist es auch der „Kräuterregion Kochel am See“ angepasst?
Oder soll das schwarze Wappen etwa die Kochler Tristesse versinnbildlichen . . 

Ehemaliges Verstärkeramt Kochel, Petition- Abriss ?

Zur Besichtigung des Verstärkeramtes mit dem Petitionsausschuss war in der Presse die Öffentlichkeit ausdrücklich eingeladen. doch fand diese Erörterung hinter Gittern statt und der Zugang war gesperrt. Das mag seine Gründe haben, auch wenn sie nicht bekannt gemacht wurden. Das Ergebnis der Besichtigung, Beratung und Entscheidung wird hoffentlich veröffentlicht.
Das Verstärkeramt-Hauptgebäude ist zu erhalten. Die von der Gemeinde angedachte mehrfach-Nutzung wird kaum unter einen Hut zu bringen sein, da zu viele Gegensätze bestehen (wie Komfort-Wohnung bis Obdachlosenunterkunft, Bauhof, Werkstätte, Jugendraum alles unter einem Dach?).
Vorschlag: In diesem Komplex die Rettungswache Kochel, Polizeistation und BRK-Rettung, unterzubringen, wäre dagegen eine gute Lösung für das angeblich (noch?) Kleinzentrum Kochel, da die alte Rettungswache, die räumlich stark beengt und verkehrlich sehr ungünstig am jetzigen Standort gelegen, bekannter weise problematisch ist.  
Eine Rettungswache im Verstärkeramt, direkt an der B11 gelegen, böte ausreichend Platz für diese Einrichtungen. Auch die vorhandenen Garagen bieten Platz für die notwendigen Sonderfahrzeuge von Polizei und BRK. Diese Variante könnte dem Landkreis und der Flächen- Gemeinde Kochel sehr viel nützlicher sein, als die Abriss-Planung des denkmalgeschützten Verstärkeramtes

Tag des offenen Denkmals 2019 in Kochel am See


 Das Kochler Verstärkeramt, ein Beispielbauwerk der Klassischen Moderne, oder ein Abrissopfer zugunsten moderner Mehrfachnutzung nach Neubau?  
Kochel hat Potential. Da ist die über 1250 jährige Ortsgeschichte mit vielfältigen Ereignissen der Ansiedelung, Kultur und Wirtschaft samt Bauwerken verschiedenster Epochen und Bedeutung. Ob sich  der Ort darüber im Klaren ist, darf manchmal bezweifelt werden.
Weil die Gemeinde einen neuen Bauhof braucht plant sie am alten Standort einen Mehrzweck- Neubau, der letztlich dort aber nicht zu realisieren ist. Auf der Suche nach Ersatz erschien dem Gremium das alte Verstärkeramt als geeignet. Man konnte es kaufen und wieder begann man zu planen:  Ein Hauskomplex in dem der Bauhof mit Fahrzeugen, Geräten, Maschinen, Werkstätten untergebracht ist, Jugend- oder Vereinsheim Platz finden, Wohneinheiten von sozial verträglich bis gehoben und Obdachlosen Unterkunft möglich sein sollen. Sicher alles gut gemeint, doch ob das Miteinander im tagtäglichen Betrieb verträglich ist bleibt  abzuwarten. Und dann kommt auch noch der Denkmalschutz. Was nun?

Dazu erschien vor einigen Tagen ein sehr lesenswerter Artikel der Architekturhistorikerin Kaija Voss in der Zeitung, der zum Tag des offenen Denkmals in Kochel am See passt und unter folgendem Link:  https://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/reformarchitektur-kuehne-formensprache-1.4580446  zu lesen ist.
Ganz klar, das „Kochler Verstärkeramt“ kann zu diesem Anlass nicht geöffnet werden, wohl aber das „alte Schusterhaus“, das von der Gemeinde und dem Heimatverein Denkmal gefördert weiter leben darf.

HERBST, Baum und Heckenschnitt

Rückschnitt-Lichtraumprofil   20.8.19

Alle Jahre wieder sind Kommunen auf Einhaltung des „BayStrWG“ in ihrer Gemeinde bemüht, Bäume, Sträucher und Hecken auf öffentlichen Straßen, Plätzen und  Wegen so zurück zu schneiden, dass die Leichtgängigkeit des Verkehrs und das Einhalten von Abstandsflächen und Lichtraumprofilen  gewährleistet ist.
Dazu werden auch die Grundstückseigentümer als Anlieger zum notwendigen Rückschnitt aufgefordert, was ja auch Sinn macht.
Fraglich ist allerdings  der Zeitraum des geforderten Rückschnitts, denn dem steht das Bundes Naturschutzgesetz entgegen, wonach vom 1. März bis 30. September (bestimmte Ausnahmen ausgenommen) nicht geschnitten werden darf.
 Natürlich sollte die  Gemeinde auch dafür sorgen, dass die Massen anfallenden  Schnittguts auch zeit- und ordnungsgemäß entsorgt werden können und nicht in Wald und Flur landen, was entsprechend lange Öffnungszeiten der Grüngut-Annahmestellen erfordert.

ORTSBILD Tourismusdestination

WIE SOLL DAS AUSSEHEN?

Der erste Eindruck bleibt meist hängen. Da ist der Ortseingang, Ortstafel, das Straßenbild, Fußweg, Radweg, Begrünung als erster Eindruck. Wo bin ich, wo geht es hin, eine strukturierte Beschilderung, Hinweisschilder, ein Ortsplan mit Infos für/zu öffentlichen Einrichtungen, Ortskern, Umschwung, Parken, Dinge des täglichen Bedarfs, ärztliche Versorgung, Gastronomie,  öffentl. Toiletten. Diese Hinweise, sofern vorhanden, vermitteln schon mal ein gutes Gefühl, willkommen zu sein.

Sichtbar ungepflegte Ortseinfahrten und fehlende Orientierungsmöglichkeit erzeugen unterschwellig meist gemischte Empfindungen, hier willkommen zu sein.

Innerörtliche Strukturen erfährt der Besucher/Gast meist schon vorab aus dem Angebot des Ortes haptisch oder digital bzw. vor Ort im Rathaus oder dem Tourismus-Büro. Je nach Erwartung und Vorstellung teilen sich hier schon mal die Ansichten. Da Gast und Gastgeber selten einer Meinung sind, ist geschultes Personal erforderlich, das freundlich und flexibel beratend auf den Besucher eingeht, was beileibe nicht einfach ist.

Radweg zum Einkaufen ins Gewerbegebiet

Radweg zum Einkaufen ins Gewerbegebiet

Kochel am See liegt seit vielen Jahren am gut frequentierten Radweg Bodensee – Königssee. Er ist ausgeschildert von Schlehdorf kommend über Kochel, nördlich am Bahndamm entlang über Ort, Ried nach Benediktbeuern führend, einerseits. Andererseits möchte die Gemeinde Kochel ihren Bürgern den Einkauf bei einem Discounter im Gewerbegebiet, gut 4 km vom Ortskern entfernt ermöglichen und hat einstimmig beschlossen eine Radweg-Variante dorthin zu bauen.
Die Trasse führt vom Radweg Bodensee – Königssee im OT Ort am „Orterer-Stachus“ bergauf zur B11, an der Ausfahrt eines Landwirtes vorbei über eine neu zu errichtende Brücke, entlang der B11 ins Gewerbegebiet. Der Radweg endet dort exakt in die vielbefahrene Kreuzung des Gewerbegebiets und bildet hoffentlich keinen Unfallschwerpunkt.

Warum tut man sich das an? Weil auch in Kochel die Geschäfte ausdünnen und der Einkaufstrend zum Supermarkt oder Discounter nach wie vor angesagt ist, sofern man sich nicht schon im Internet und Versandhandel bedient hat.

Leuchturm Kochel?

Wie der Presse zu entnehmen ist, fand kürzlich ein Tourismuspolitisches Gespräch auch in Kochel statt, wobei das „Schlusswort“ absolut bemerkenswert ist. Danach ist der Tourismus ein alter Hut und Leierkasten, den man halt immer wieder mal bespielen muss.

Diese ehrliche Einschätzung erwartet man nicht unbedingt von Politikern und Tourismusgranden, die Zeit haben, sich mit einem alten Hut und Leierkasten, einen schönen Tag im Oberland zu machen.
Nach deren Ansicht ist das Trimini der Kochler Leuchtturm, den bekannterweise aber nicht die Tourismus-Gemeinde Kochel, sondern ein privates Unternehmen betreibt.

Diese Kristall Therme trimini ist tatsächlich ein Highlight in der Bäderlandschaft Oberbayerns und zieht deshalb auch zunehmend viele „Badegäste“ an. Inwieweit das „Gäste der Tourismus-Gemeinde Kochel“ sind, mag jeder für sich selbst beurteilen. Die heftigen Streitereien (wir erinnern uns) in der Planungs- und Bauphase der beiden Partner im PPP-Vertrag scheinen beigelegt. Der private Partner hat seinen Bad-Bereich top hergerichtet und tatsächlich strahlt er abends wie ein Leuchtturm über den Kochelsee. Der gemeindliche Partner aber, hat wohl noch so einiges nachzuholen. Da ist vor allem schon mal das Entree, also die Zufahrt zum Trimini, eine Straße „bester Qualität“,  begleitet vom staubigen Ambiente rechts und links davon. Der schattige Fußweg endlich aufgekiest und beleuchtet, die Seepromenade „naturbelassen“ wie seit vielen Jahren, das ehemals ÖTV-Gelände ein Spekulationsobjekt und die Seestuben dem Verfall? preisgegeben,  bilden das landseitige Umfeld des Leuchtturms Trimini.

Verstärkeramt Kochel

Verstärkeramt 29.07.2018

Nach Abwägung aller Unliebsamkeiten hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen das alte Gebäude abzureißen und dafür einen kommunalen Mehrzweck-Neubau zu errichten. Die Planungen dazu sind abgeschlossen, Abriss und vorzeitiger Baubeginn laut Presseberichten  längst genehmigt. Der Gemeinderat hat einstimmig? votiert, was der Bürgermeister dann umzusetzen hat, „um Nutzungen zum Wohle der Allgemeinheit zu schaffen“:  16 barrierefreie Wohnungen mit Aufzug und Tiefgarage, Räume für Vereine, Jugend und Obdachlose, alles unter einem Dach. Im Anbau der gemeindliche Bauhof. Na bravo, da ist alles beinander was sozialen Zündstoff, Lärm und Umtriebigkeit vermeidet, und jetzt noch der Aufreger Denkmalschutz, der dieses seelige Ambiente verhindern könnte? Wenn das mal gut geht. Jedenfalls ist die Lage am östl. Ortsausgang günstig, gleich daneben ein landwirtschaftlicher Betrieb und Reiterhof, daneben ein Supermarkt, der Bahnhof in Sichtweite und direkter Zugang zur B11.

Ortsplanung

Ortsplanung ?
Fortschreibung im „Märchenbuch“

Wie unter „kurz über Kochel“ schon bemerkt, gibt es in der Gemeinde Kochel a. See keine geordnete Planung (z.B. Ortsplanung). Man entscheidet von Fall zu Fall, je nach Gegebenheit, man könnte auch sagen >nach gusto<.
Der Grund? Vor Jahrzehnten schon hat die Gemeindeverwaltung solche Planungen als Märchenbuch abgelehnt, sodass wir auch heute noch nicht nachlesen können, was in der Gemeinde für Bürger, Handel und Gewerbe geplant ist. Eine geordnete Ortsplanung nach der sich eine Gemeinde entwickelt, gibt es also nicht.
Beispiele dazu gibt es zu Hauf, sie alle aufzuzählen bringt nichts, es ist Geschichte. Die Entscheidungen fallen wie sie kommen, was soll man da schon vorplanen? Verkehrswege, Umgehungsstraße? Bauleitplanung, Flächennutzung, Wohnen, Geschäfte, Gewerbe, Schule, Kindergarten, Ärzte, Sport, Bauhof . . .
Und so kommt es, dass sich ab und an Entwicklungen für die Gemeinde auftun oder verpasst werden, die keinem Planungshorizont entsprechen. So sind wichtige Themen der Ortsplanung und Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels, Klimawandel, Umwelt, die Gewährleistung ressourcenschonender und flächensparender Entwicklung dem „Märchenbuch“ vorenthalten.