Kochel- und Walchensee

Ertüchtigung des Zwei Seen Lands an Kochel-und Walchensee: Klotzen statt Kleckern?

„Schön, dass Ihr wieder da seid“,
freut sich die Gemeinde Kochel in ihrer Werbung und fühlt sich bestätigt mit der derzeit laufenden Ertüchtigung des Zwei Seen Lands an Kochel-und Walchensee mit erheblicher Parkraum-Erweiterung für die erwartete Vielzahl an Gästen, die hier bei uns in aller Ruhe ihre Freizeit bei z.B. Wandern, Surfen, Segeln, Mountenbike-Downhill usw. in “unberührter Natur“ genießen wollen und am herrlichen Seeufer in den Abend Relaxen und Grillen.
Selbst „Entsorgungsstationen“ in Form von bunten „Plastik-Baustellenklos“ wurden aufgestellt um Wald und Flur zu schonen.
Ja da ist schon Klotzen statt Kleckern angesagt, damit die Gemeinde für diesen Aufwand dann auch ordentlich Parkgebühr mit integriertem Kurbeitrag kassieren kann.

Parkplätze: Kochel-Walchensee

  Es braucht erst „Corona“ als Druckverstärker bis sich was bewegt. Die letzte Landschafts-Schutzgebiets Ausweisung (LSG) Walchensee mit Seekonferenz unter Leitung von damals Dr.Thomas Goppel liegt Jahrzehnte zurück. Die damals schon erkannte Freizeit-Problematik, die gleiche wie heute, wurde nie konsequent umgesetzt. Jetzt, Pandemie bedingt gibt es Lösungsansätze, die hoffentlich auch Wirkung zeigen. Und so sind die geplanten Maßnahmen nur zu begrüßen und von uns allen zu unterstützen. Es bleibt die Hoffnung auf ein verträgliches Miteinander aller Betroffener unter Beachtung der Regelungen zum Erhalt unserer Heimat in dieser

TRIMINI: WoMo-Stellplätze

Schon vor Söder stellte der große Feldherr Cäsar fest: die Würfel sind gefallen! Und so ist es auch mit dem Wohnmobil-Stellplatz „in der Gemeinde Kochel“. Nachdem der „Komplex Trimini“ vom kommunalen Freizeit-Bad über einen nicht öffentlichen (also geheimen Vertrag) an einen Privaten Betreiber mutierte, darf man jetzt gespannt sein wie der „Rest-Trimini Bereich“, also die Parkplätze und die Flächen rechts und links der Trimini-Straße wie z.B. Fußwege, Sportanlagen, Liegewiesen, Badeplätze, Festplatz usw. genutzt wird. Darin enthalten ist auch noch die alte „Müll-Deponie“ mit ihrer eigenen Problematik. 

WC Anlagen an der Seepromenade Kochel

Ja, in Kochel tut man sich schwer, wenn man als Gast ein natürliches Bedürfnis verspürt. Meist bleibt nur die Flucht in den Wald oder hinter eine Hecke. Dies macht sich  sehr gut, besonders wenn die vollbrachte Tat mit weißen Papiertaschentüchern bekrönt ist.

Die Toilette an der „Seepromenade“ ist nicht nur im Winter geschlossen, sie steht eigentlich nur als Zierde vor der Mauer unterhalb der „Verdi-Ruine“, denn auch in den restlichen Jahreszeiten ist es absolutes Glück, wenn sie mal nicht verriegelt ist . . . .

Am früheren Bootsverleih, an der Wiese vor dem Seniorenheim, befindet sich einToilettengebäude, welches meist nur in der warmen Jahreszeit geöffnet ist.

 Aber der kleine Schilfgürtel entlang des Wanderweges bietet sich für die Badegäste vorzüglich an, das Geschäft ob groß oder klein, aufzunehmen. Besonders wenn die Sonne scheint ist der Duft „unüberhörbar“… Ebenso wird die seit Jahren verfallene Treppe entlang des Rad-u. Fußweges,die  dort eines vergessenen Daseins frönt, gerne für „hinterlistige Zwecke“ benutzt.

Man könnte ja an den Hundeklo´s den Leuten empfehlen, sich für ihre Hinterlassenschaften ein Tütchen mitzunehmen, um dieses dann nach getanem Werk  im Abfallbehälter zu entsorgen…

Noch ein Vorschlag wäre, an etwas verborgenen Stellen mit Sand gefüllte ebenerdige Kästen  zu errichten, bestückt mit einem Schäufelchen an einer etwas längeren Kette, sodass man sein Werklein verbuddeln kann… Einmal in der Woche wird die „Bodentoilette“ dann von der Gemeinde gereinigt.

Vorbild Katzenklo…. Eine Sichtschutzhecke aus immergrünem Gesträuch, etwa Bux, könnte diese kleinen Bedürfnlsanstalten verzieren. Es ginge aber auch ein Bretterzaun.

Es könnten auch spezielle Pinkelplätze geschaffen werden. Allerdings mehr für Damen, da die Herren ja Mauern oder Bäume bevorzugen….

Noch ist die Wanderwindel nicht erfunden. Aber da denke ich, dass diese auch ein Abfallproblem darstellen würde, denn wer wandert gern mit vollen Windeln! Vermutlich landet diese dann auch im Gebüsch oder im Graben, wie so viele Babywindeln und sonstiger Abfall….

Das Rathaus könnte ja seine Pforte zu den Befreiungshallen öffnen! Dies wäre doch eine freundliche Geste an den Gast !!!

übrigens: Toiletten-Anlagen > unter diesem Begriff stellt man sich allgemein „ein WC-Häuschen“ in massiver Bauweise und den üblichen Einrichtungen zur Verrichtung seiner „Bedürfnisse“ mit mehr oder weniger Komfort vor, das sich schon deutlich von einem Plastik-Baustellen-Abort unterscheidet.

Kochel Verkehr-Stau

Einen Versuch ist es jedenfalls wert:
Im Ortsbereich der Gesamtgemeinde Kochel am See eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30kmh mit dem Zusatz Luftkurort-Lärmschutz, Zebrastreifen für Fußgänger, besonders anstelle der „Leberkäsampel“, und an der Kreuzung B11 / St2026 Abbiegeregelung ändern durch Versetzen der Verkehrsinsel oder Kreisverkehr.
Regelung für Radlfahrer auf Durchgangsstraßen, entweder Umfahrungsalternativen anbieten oder Fahrradstreifen durchgängig! anbringen.
Bei Tempo 30 anstelle staubedingtem Stop und Go sinkt die Unfallgefahr allgemein und ebenfalls die Luft- und Lärmbelastung.
Nicht kleckern sondern MACHEN und gerne auch eine Bürgerbefragung durchführen.
Ich meine es würde sich lohnen, denn der „Umleitungsverkehr“  A95 via GAP wird noch viele Jahre anhalten.

Kochel B11: Radfahr-Streifen erschweren Ortsdurchfahrt

Der Stau in Kochel am See bekommt eine weitere unnötige Behinderung des fließenden Verkehrs.
 
Dieser Tage hat das Staatl. Straßenbauamt schon mal Markierungen rechts und links der Fahrbahn angebracht, zum aufspritzen der „Radfahr-Streifen“. Deutlich sichtbar-erkennbar ist, dass im Begegnungsverkehr 2 normale PKW gerade noch passieren können, so wird es für Busse, LKW und Lieferverkehr schon so eng, dass es Unfall gefährlich wird. Und das besonders dann, wenn Radler, Familien, mit Kindern gar, auf ihrem Schutzstreifen so dahin strampeln.

Fahrbahnabstände nach der STVO-Novelle 2020 innerorts

Was für eine absurde Idee, den sowieso schon stauenden Verkehr durch Kochel hindurch, zusätzlich durch diese Maßnahme zu erschweren. Bei der geringen Straßenbreite beileibe nicht ungefährlich! Und mit der geforderten „Leichtgängigkeit des Verkehrs“ wie im Gesetz vorgesehen, hat das absolut nichts zu tun. Ein BRAVO den Experten und Befürwortern.

Fachmännische Arbeiten-Mähen?

Kochel am See, eine Tourismus-Hochburg im Oberland, wird tatsächlich von Gästen sehr gut besucht. Das belegt nicht nur die Tourismus-Statistik des Luftkurortes, sondern auch die Gastgeber und die Einwohner der Gemeinde, die den Ort für die Gäste optisch ansprechend gestalten. Das sind ihre Anwesen mit Gärten und Blumenschmuck nicht nur an den Balkonen, sondern auch in ihrem Umfeld.

Was nicht nur Gäste, sondern auch Einheimische stört oder wundert, sind die „fachmännische? Ausführung“ von Arbeiten der Straßenreinigung, der Anlagen- und Grünflächen im Ort, sowie die Pflege der Wanderwege mit Ruhebänken und die seit vielen Jahren verblasste, fast nicht mehr lesbare Beschilderung im Ortsbereich. Hierbei scheint die Gemeindeverwaltung keinen Wert darauf zu legen, sodass sogar Mitglieder einheimischer Vereine ehrenamtlich zur Ortsverschönerung beitragen mit z.B. Blumenschmuck erstellen, gießen und pflegen.

Der gemeindliche Bauhof, ausgestattet mit vielen Gerätschaften/Maschinen versucht das auch, doch es gelingt nicht so recht. Die schweren Maschinen hinterlassen deutliche Spuren in den Anlagen und Grünflächen, die deutlich sichtbar meist bis auf die Krume, die braune Erde niedergemäht sind.

Verkehrshelfer in Kochel

Seit Ende Dezember 2019 gibt es in Kochel in Nähe des Bahnhofs zur Überquerung der Straße für Fußgänger einen Übergang an der B11 mit der Beschilderung „Verkehrshelfer“. Laut Pressebericht wird dieser von ausgebildeten „Schulweghelfern“ für Schüler bedient. Das ist  sicher sinnvoll und löblich,  wenngleich auch nur wenige Schüler dort queren und die Helfer frühmorgens, wenn überhaupt,   entsprechend nur kurz  im Dienst sind.

Da ist eher einleuchtend, dass der Gemeinderat dachte und beschloss, den Übergang für Fußgänger zum sogenannten „Schusterhaus“ schon mal vorzuplanen, denn in hoffentlich absehbarer Zeit soll dort eine Art Heimatmuseum, Versammlungs- oder/und Ausstellungshaus entstehen, deren Besucher vom gegenüber liegenden Parkplatz ihren Zugang haben


Und wenn Verkehrshelfer an der B11 möglich sind, so wünscht man sich an den bekannt verkehrsreichen Tagen der A95-Umleitungen und den Kurzurlaubern via Kochel – Walchensee  weitere Verkehrshelfer. Sie könnten anstelle der staubildenden langweiligen Ampelschaltung an der der „Leberkäs-Ampel“ in Kochel, für flüssigeren Durchgangsverkehr und sichere Fußgänger-Querung sorgen. Gleiches gilt am Bahnhof, wenn von Bahn und Bus sich die Besucherströme nach Kochel ergießen

AUSBREMST’IS

Kochel demonstriert am Samstag 22. August für die Verkehrswende im Oberland

nach unterschiedlicher Einschätzung waren an der Demo zwischen 200-300 Personen beteiligt. Dazu war die St2026 und die B11 für 1 1/2 Stunden von der Polizei komplett gesperrt. Zuschauer waren nur wenige zu sehen, der Verkehr war an diesem Tag wohl witterungsbedingt sehr schwach.

DEMO in Kochel
Demonstranten ziehen vom Trimini durchs Dorf bis zur Heimatbühne

Die Demo in Kochel hat die örtliche SPD, verantwortlich mit ihrem neu gewählten 1. Vorsitzenden organisiert. Zur Veranstaltung kamen auch Teilnehmer aus Wallgau und Grainau, wo zuvor schon Demos zum gleichen Thema waren.

Bis zu 120 Wohnmobil Stellplätze am Trimini in Kochel?

Wohmo-Stellplatz –  eine faule Tomate?

Wie man die Presseberichte auch dreht und wendet, man kommt nicht drauf: Wohnmobilstellplätze? Ja aber. Es ist so, als plane man Tomaten zu kaufen, nur gute, welche Art und wie viele? – und bei aller Mühe, es war doch eine faule dabei.

Wohmo-Stellplätze waren schon oft geplant, aber nie angepackt. Aber jetzt 90, später bis zu 120 Plätze quasi baureif im Plan zum Beschluss vorzustellen ist sportlich!
Wo genau ist nicht zu erkennen, weder aus der Beschreibung noch aus unterschiedlichen Planskizzen. Jedenfalls aber im Kernbereich des Hochwasser-Überschwemmungsgebietes, auf der Haus- und Gewerbemüll-Deponie an der Triministraße, den dortigen Sportanlagen vorgelagert, östlich und auch westlich der Straße am See?

Wer ist Planer, wer ist Eigentümer, wer ist Betreiber alles offen! Nicht erkennbar.
Und doch hat die Gemeinde anscheinend die umfangreiche, reichlich problembehaftete Planung längst beauftragt und (mit Steuergeldern) bezahlt, wobei ein mehrheitlich „öffentliches Sanitärhaus“ von gut 20 x 11 m Ausmass hinzukommt.
Damit wäre Schluß mit Flohmärkten deren Erlös den örtlichen Vereinen zugedacht ist, Festzeltbetrieb wo?

Kurzum, auch hier ist eine faule Tomate dabei, uns untergejubelt zu werden.

Walchensee, Südufer und Co,

ich denke es war vor etwa 25 Jahren, als nach jahrelanger Diskussion und Beratung, endlich das „LSG“ = Landschaftsschutzgebiet Walchensee beschlossen wurde.

Thomas Goppel war Umweltminister, und es gab See-Konferenzen.
Die damals erkannten und erörterten Probleme waren die selben wie heute: Freizeitdruck, Tourismus und Verkehr.  –  Was hat sich geändert?  –  Eigentlich nichts!

Die örtliche und bayerische Politik zeigt sich entsetzt über die Zustände heute! Als unfassbar katastrophal wird es empfunden und „werbewirksam!
Doch keiner unserer Granden hat je wirklich was bewegt, es ist heute wie damals, sehr schade!

Die Betroffenen damals wie heute, Gemeindebürger, Rettungskräfte, Wasserwacht, Bund Naturschutz – ich erinnere nur an „unseren Willi Meier“, zeigten enormes Engagement für unser Walchensee-Gebiet, was aber leider keinen nachhaltigen Niederschlag zum Schutz unserer Heimat/Landschaft fand. – Halt, stimmt nicht ganz, es wurden dann doch einige Holz-Abplankungen an der B11 am Walchensee angebracht, die zumindest das Parken am Uferstraßenrand verhindern.

Kochel erstickt im Luftkurort

Kochel erstickt – Verkehrsplanung Totalausfall

Nicht nur jetzt zu Corona-Zeiten, nein, seit Jahrzehnten ein Verkehrs-Dilemma in Kochel. Von Planung keine Spur. Es konnte ja Niemand ahnen, dass der Verkehr so zunimmt?
Die vorausschauende intelligente Verkehrsplanung der Bundes- und Landesregierungen – ein Traum.

Ein Traum auch, wie sich Kochel jetzt berühmt machen kann. In fast allen Zeitungen, Magazinen, im Rundfunk und auch besonders wirkungsvoll in Fernsehreportagen.
Der Mensch braucht es, und Kochel auch.
Eine gigantische Werbung ohne Kosten. Davon träumt jede Tourismus-Gemeinde. Man beklagt sich, gibt Interviews, weist auf die unhaltbaren Zustände hin, bewirkt politische und polizeiliche Unterstützung.
Was für eine Show, PR vom Feinsten! Natürlich vergisst man nicht unsere Gäste in den (abgasfreien?) Luftkurort im Zwei-Seen-Land herzlich einzuladen, aber bitte vernünftig. Bitte Straßenränder, Ein/Ausfahrten nicht zuparken, nehmt Rücksicht auf die Einheimischen und haltet Rettungswege unbedingt frei.

Die Verkehrsplanung eine Katastrophe: immer mehr Autos, immer breiter und größer, immer mehr LKW (just in time!) Bahnstrecken abbauen, Fernverkehr-Lastenverkehr? Aber bleiben wir im Gemeindebereich Kochel am See. Die einst geplante Umfahrung zugebaut mit Wohnungen, klar auch die braucht es.
Die BAB A95 nach GAP endet bei Eschenlohe – zunehmend Stau. Ortsumfahrung Oberau, Tunnelbau keine Lösung, siehe Farchant-Blockabfertigung-also Stau und bis die Umfahrungen/Tunnels in Jahrzehnten dort fertig sind, bleibt der Umleitungsverkehr über Kochel bestehen – keine Change.

Corona – Ausflug

Corona-Ausflug
Ausflugfahrten mit Motorrad verboten – mit Rennrad und Mountainbike nicht? Motorradfahrer sind geschützt in Montur und geschlossenem Helm mit Visier – wen sollen sie anstecken? Radler fahren voll offen, oft in Gruppen neben- und hintereinander, sie „entsorgen ihre körpereigenen Abfallprodukte“ während der Fahrt in die Umwelt, gemeint sind „Daumenschneuzer und Glachespucker“, wobei noch mancher Fußgänger achtgeben muss, nicht getroffen zu werden. Die Unfallgefahr besteht bei beiden. Sinnvoller wäre Freizeitsport einzuschränken bzw. zu verbieten und anzuordnen, dass bei Zuwiderhandeln die nötigen Rettungseinsätze nicht versichert sind, sondern in diesen Fällen voll privat zu bezahlen sind. Das wäre sinnvoller, gerechter und würde der Allgemeinheit enorme Sozialkosten ersparen.

Gemeinde Kochel am See

Gemeinde Kochel, die immer gleichen Probleme
– vor der Wahl ist nach der Wahl –

Bei schönstem Frühlingswetter und Temperaturen bis fast 20°C brummt der Ausflugs-Tourismus. Motorräder, Genuss-Fahrer und Raser bevölkern den Kesselberg rauf und runter, Automobilisten treibt es raus in die Natur, die Parkplätze rund um den Walchensee sind voll, übervoll. Auch die Straßenränder sind zugeparkt, fast mehr als im Hochsommer. Die Gesellschaft ist gnadenlos. Ein  Problem, bekannt seit Jahrzehnten, köchelt weiter – Lösung nicht in Sicht. Zudem noch der Um- und Ausleitungsverkehr von der A95. Es wird auf Jahre absehbar nicht besser. Auch der neu gewählte Gemeinderat des „Kleinzentrums“ Kochel wird kaum was ändern können. Getrieben von  Notwendigkeiten des Jetzt und Gleich, bleibt keine Zeit für planbare Abhilfe. Da wird auch kaum der ausgeschriebene „Food-Truck“ an  der Seepromenade, wo (original Text)„viele tausend Tagesbesucher, Urlaubsgäste und Einheimische dieses Angebot zwischen Ostern und Kirchweih“ nutzen, nicht viel  ändern.

Mobilfunknetz und Internet am Urlaubsort

Am Beispiel Kochel am See

Kochel am See im Voralpenland, Berge und Seen, früher ein Dorado für Sommerfrische, heute eine Oase der Entspannung.
Keine Hektik, höchstens auf den Durchgangsstraßen nach Süden, an die Seen ans Meer oder am Kesselberg BikePower testen bis der Sanka kommt.
 Dann aber wird’s beschaulich: Mit dem Handy/Smartphone seinen Lieben Urlaubsgrüße senden, Bilder oder kleine Videos schicken, den Fahrplan für z.B. Bus, Bergbahn oder den Veranstaltungs-Kalender seines Urlaubsortes zu checken, naja, da kann es schon mal gewaltig haken.
Kein Netz! Und wenn eines, dann nur „Edge“ oder sonst was komisches. Kein LTE, kein 4G, kaum 3G ? Was ist hier los, ist mein Handy kaputt und das im Urlaub?  Nachgefragt muss man feststellen, daß die Netzversorgung im ländlichen und bergischen  Bereich grottenschlecht zu sein scheint.  
Macht nix, dann mach ich’s eben daheim in der Ferienwohnung am PC oder Laptop. Wenn ich Glück habe ja. Wenn ich aber im schnellen Internet, Glasfaser und schnellstem 5G-Zeitalter gerade mal  4 bis 6 Mbit/s zur Verfügung habe, dann merke ich erst, daß ich im Urlaub in Kochel bin, einer Oase der Entspannung. Dort wo man noch Ansichtskarten mit Urlaubsgrüßen beschreibt und per Briefmarke von der Postfiliale, die zwar nur stündlich geöffnet hat, nachhause schicken kann.
Also keine Hektik durch z.B. SMS, Whatsapp, Instergram, Youtube, einfach runterkommen, entspannen, ruhig werden, Urlaub genießen.

ORTSBILD Tourismusdestination

WIE SOLL DAS AUSSEHEN?

Der erste Eindruck bleibt meist hängen. Da ist der Ortseingang, Ortstafel, das Straßenbild, Fußweg, Radweg, Begrünung als erster Eindruck. Wo bin ich, wo geht es hin, eine strukturierte Beschilderung, Hinweisschilder, ein Ortsplan mit Infos für/zu öffentlichen Einrichtungen, Ortskern, Umschwung, Parken, Dinge des täglichen Bedarfs, ärztliche Versorgung, Gastronomie,  öffentl. Toiletten. Diese Hinweise, sofern vorhanden, vermitteln schon mal ein gutes Gefühl, willkommen zu sein.

Sichtbar ungepflegte Ortseinfahrten und fehlende Orientierungsmöglichkeit erzeugen unterschwellig meist gemischte Empfindungen, hier willkommen zu sein.

Innerörtliche Strukturen erfährt der Besucher/Gast meist schon vorab aus dem Angebot des Ortes haptisch oder digital bzw. vor Ort im Rathaus oder dem Tourismus-Büro. Je nach Erwartung und Vorstellung teilen sich hier schon mal die Ansichten. Da Gast und Gastgeber selten einer Meinung sind, ist geschultes Personal erforderlich, das freundlich und flexibel beratend auf den Besucher eingeht, was beileibe nicht einfach ist.

Hochseil-Klettergarten Kochel ?

Kochel: Hochseil-Klettergarten am Ortszentrum?
Erst jüngst in der Bürgerversammlung wurde der Tourismus-Ort Kochel gebührend hervorgehoben wegen der positiven Effekte der touristischen Entwicklung bei stets steigenden Gästeankünften. Infolge dieser Trends entsteht offensichtlich am Ortszentrum ein Hochseil-Klettergarten, was die Attraktivität des Ortes sicher steigern wird. Das Bild zeigt den Baubeginn zu Ende Februar 2019.

Leuchturm Kochel?

Wie der Presse zu entnehmen ist, fand kürzlich ein Tourismuspolitisches Gespräch auch in Kochel statt, wobei das „Schlusswort“ absolut bemerkenswert ist. Danach ist der Tourismus ein alter Hut und Leierkasten, den man halt immer wieder mal bespielen muss.

Diese ehrliche Einschätzung erwartet man nicht unbedingt von Politikern und Tourismusgranden, die Zeit haben, sich mit einem alten Hut und Leierkasten, einen schönen Tag im Oberland zu machen.
Nach deren Ansicht ist das Trimini der Kochler Leuchtturm, den bekannterweise aber nicht die Tourismus-Gemeinde Kochel, sondern ein privates Unternehmen betreibt.

Diese Kristall Therme trimini ist tatsächlich ein Highlight in der Bäderlandschaft Oberbayerns und zieht deshalb auch zunehmend viele „Badegäste“ an. Inwieweit das „Gäste der Tourismus-Gemeinde Kochel“ sind, mag jeder für sich selbst beurteilen. Die heftigen Streitereien (wir erinnern uns) in der Planungs- und Bauphase der beiden Partner im PPP-Vertrag scheinen beigelegt. Der private Partner hat seinen Bad-Bereich top hergerichtet und tatsächlich strahlt er abends wie ein Leuchtturm über den Kochelsee. Der gemeindliche Partner aber, hat wohl noch so einiges nachzuholen. Da ist vor allem schon mal das Entree, also die Zufahrt zum Trimini, eine Straße „bester Qualität“,  begleitet vom staubigen Ambiente rechts und links davon. Der schattige Fußweg endlich aufgekiest und beleuchtet, die Seepromenade „naturbelassen“ wie seit vielen Jahren, das ehemals ÖTV-Gelände ein Spekulationsobjekt und die Seestuben dem Verfall? preisgegeben,  bilden das landseitige Umfeld des Leuchtturms Trimini.

Briefmarke und Postkarte

10.08.2018
Briefmarken-Postkarten, Fehlanzeige?

Wenn ein Tourist als  Gast im Luftkurort eine Postkarte von Kochel erstehen möchte, so gibt es keine große Auswahl an Motiven vom Ort selbst. Aber schon einige Ansichten allgemeiner Art.
Um eine Postkarte verschicken zu können braucht es noch Briefmarken. Briefmarken gibt es nur im „Postamt“, das aber nur vormittags stundenweise geöffnet ist.
Für Tagesgäste ist das oft ärgerlich, sie fragen sich von Geschäft zu Geschäft durch – immer die gleiche Antwort.
Das muss man wissen und sollte sich schon vor einer Reise in seinen Urlaubsort Briefmarken mitnehmen, um seine Postkarten frankieren zu können.
Einen Briefkasten im gleichen Ort zu finden, ist dann die nächste Herausforderung.
Postkarten verschicken ist – in Zeiten von Smartphone & co  – anscheinend immer noch beliebt.