EU Landwirtschaft

EU-Landwirtschaft

Jetzt fahren sie wieder, unsere Kultur- und Landschaftspfleger, gesetzlich abgesichert, mit staatlicher Unterstützung durch Privilegien und Fördergelder mit ihren schweren, teils überbreiten steuerbegünstigten Dieselgefährten, jede Euronorm einhaltend auf öffentlichen Straßen und Wegen, um unsere Gewässer, Böden, Grund- und Trinkwasserbereiche zu veredeln.
Viele davon sprühen ihren „Dünger“ respektive „Abfall“ in hohem Bogen, möglichst breit gefächert in „unsere / ihre“ Landschaft, um die so schon arg belastete Luft  für wenigstens ein paar Tage aufzuwürzen und den Böden eine „elastische braune Schutzschicht“ zu verpassen.
Bemerkenswert ist auch die hohe Effizienz dieser Maßnahmen, wenn man die tonnenschweren Gespanne sieht, wie schnell sie die Güllefässer mit Inhalten von einigen Tausend bis Zehntausend Litern bewegen und auf dem Feld ausbringen.
Für jeden heimat-, natur- und brauchtumsliebenden Landwirt bäuerlicher Struktur sicher ein Dilemma!  –  Besonders dann wenn man sich über reichlich buntblühende Wiesen mit einer Artenvielfalt in Flora und Fauna freuen kann, mit belebten Randstreifen und Büschen in denen so manches Tier Schutz und Lebensraum hätte, wenn es nicht gefährdet bzw. schon längst ausgestorben wäre.
Stattdessen folgt man den Vorgaben moderner Land- und Forstwirtschaft, wissenschaftlich begleitet, industriell-effektiv angelegt um den möglichst größten wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Das heißt investieren und produzieren mit allen zur Verfügung stehenden Kräften und Mitteln die gerade noch so erlaubt sind.
Alles legal. Doch beschleicht einen schon ein bisschen Wehmut, wenn man heute über giftgrüne Wiesen als Futterproduktionsfläche schaut, eingezäunt-gerahmt von Straßen- und Gewässerrand, 4 bis möglichst 7 mal auf den „vormals Mutterboden“ runter gemäht, um die in massigen Stallungen gehaltenen Milchproduzenten zu füttern.
Einfältig, nein vielfältig ist unsere Landschaft geworden dank der Agrar-Industrialisierung, unter Einhaltung EU-weit geltender Vorgaben sofern sie unsere Politiker für uns und unsere Landwirtschaft für gut befinden. Wir haben nichts gegen unsere Bauern, nur,  sie und wir haben das auszubaden.