Friedhof Kochel am See

LBf    Friedhof   13.05.2024

Nachdem es dem emsigen Ortsverschönerungsverein „Packmasanderwurzl“ gelungen ist, das Denkmal unseres tapferen Dorfhelden in einen Kranzabwurfplatz zu verwandeln und es sich jetzt in seiner Schlichtheit und Tristesse dem öden Ortskern von Kochel nahtlos einfügt, kam mir ein Gedanke…

Jedesmal, wenn ich am Zentralfriedhof von Kochel vorbeifahre und einen Blick über die Mauer werfe, bin ich begeistert von dem Biotop, welches sich breit und breiter macht !

Wildkräuter, wohin das Auge schwenkt. Dazwischen mehr oder weniger geliebte Grabstätten!

Männer, macht euch auf!!! Rettet den Friedhof von Kochel! Ihr seid dauerhaft beschäftigt, denn das Unkraut kennt keine Gnade! Wenn ihr hinten fertig seid, ist es vorne schon wieder da, das verspreche ich.

Und wenn kunstbeflissenen Besucher auf der Suche nach dem Grab von Franz Marc durch Löwenzahn und Brennnesseln streifen, so rupft ihnen wenigsten einen kleinen Pfad frei durch Ackergauchheil und Hirtentäschel!

Auf geht´s ! Pack ma`s an der Wurzel

 

„Tristesse“ in Kochel

„Ja, jetzt berichtet auch der Tölzer Kurier von einer gewissen Tristesse des Kochler Ortsbildes, der nun nach schon 2 ½ GMR-Perioden der „Kampf“ angesagt werden soll – Konjunktiv natürlich.
Aber realistisch in die Zukunft gedacht schaut es dennoch schlecht aus, diese „Tristesse“ zu überwinden, weil die baulichen Vorhaben: die Nutzungsänderung von Geschäftsraum in dringend benötigten Wohnraum an den Vorschriften scheitert. Das wird möglicherweise dann noch ne Zeitlang blockiert bis zur endgültigen Klärung durch Gericht, während der Leerstand in der Ortsmitte langsam weiter einstaubt.   
Und die Ortspolitiker haben sogar angedacht, sich um das Ortsbild während der nächsten 20 Jahre Gedanken zu machen. Dann ist der heutige BGM (mit seinen Ratsmitgliedern) vermutlich schon in Pension und kann von seinen Verdiensten hoffentlich adäquat leben . . . es sei denn, die Karriere-Leiter hat noch begehbare Sprossen nach oben.“