Nah an der Schmerzgrenze

„Nah an der Schmerzgrenze“ (jüngste Sitzung GMR Kochel)
    Das Gelbe Blatt/Rundschau   Sa. 31.10.26  Artikel von  Sandra Gerberich
(Bemerkung am Rande: die Rundschau berichtet – der TK als Heimatzeitung nicht?)

Kochel erhöht den Kurbeitrag um 15 Cent auf € 2,75 ab 1. Januar 2027.
Der 1.Bgm. hatte 40 Cent Erhöhung geplant, was den klammen Haushalt, mit einem Verlustvortrag von 7,45 Millionen allein im Tourismus, sicher nicht hilft oder gar heilt!

Besonders kritisch sehen das die Hoteliers, die an der Front stehend, das dem Gast gegenüber vertreten müssen.  –  Das gab Gesprächsstoff im Rat! 
Braucht es 2 Tourist Infos in der Gemeinde? – ich meine JA! – besonders dann, wenn Anreise – oder Abreise ist, weil das SERVICE für den Gast ist – erster Kontakt – erster Eindruck am Urlaubsort!
Einnahmen – Ausgaben prüfen, Kosten senken, der „Kurbeitrag“ muss auch Ausgaben für Wanderwege abdecken, so der 1. Bgm. Müller, sowie das 20.000 Euro teure Luftgutachten, das alle 10 Jahre fällig sei und 10 Millionen, die die Gemeinde für die Therme Trimini aufwenden muss – was andere Kommunen nicht müssen? – die marode Heimatbühne,  um nur einige Themen zu benennen . . . .

Der Tourismus läuft doch gut, oder etwa nicht? „König Ludwig Weg“ – ein Erfolgsthema, Podcast, ein, nein zwei hochglanz-Magazine mit super Inhalt, ein Kurpark, der noch keiner ist, alles Kosten-Nutzen konform? Und schließlich der Blumenschmuck im Dorf, den man eh schon weggespart hat.
Was läuft im Kochler Tourismus schief? – dessen Leiter mit dem“ weißen Löwen“ als „Touristiker des Jahres 2025“ geehrt wurde und unseren Luftkurort veranlasst oder bewogen hat, sich um den Titel „bestes Tourismusdorf der Welt“ zu bewerben?
Bei dem Aufwand muss die Kasse doch nur so sprudeln, weniger Tourismus – dafür mehr Durchgangsverkehr, oder läuft die Werbung verkehrt?
Was hat die Gemeinde ohne die privaten Betriebe für Gäste und Touristen zu bieten?
Nicht mal ein Internet, mit dem der Gast sein Smartphone auf der Suche  nach örtlichen Angeboten und Veranstaltungen bedienen / nutzen kann.

Man weiß es offenbar nicht, holt sich deshalb ISEK – ein StädtebauEntwicklungsKonzept, Arbeitskreise mit Bürgerdialog und fürstlich bezahlte Beiräte ins Boot und erhofft sich davon Ideen, die man selbst nicht hat?
Abgesehen vom politisch-wirtschaftlichen Umfeld wird davon der Haushalt nicht fetter – eher magerer.

Offen bleiben Pflichtaufgaben und Planungen der Gemeinde,  Kindergarten, Kitaplanung, Mehrzweckpavillon, Haushaltplan mit  2.800 Euro pro Kopf-Verschuldung, die Heimatbühne mit 12 Millionen Kosten für Ertüchtigung-Abriss-Neubau? Jugendtreff, Bauhof neu -aber wo, Cafè am See Abriß-Planung-Neubau, Entgiftung Mülldeponie, Kanalisation, Klärwerk, Seepromenade, Wanderwege, Straßensanierungen, Internet – Glasfaser, Trimini-Festplatzgelände, Wohnmobil Stellplatz, Döllerfeldweg im scheinbar unendlichen Umgrabemodus?
Klar ist leichter zu kritisieren,, als die Dorfgemeinde verantwortlich als Gemeinderat erfolgreich zu führen – und das ohne parteipolitische oder persönliche Zwänge.

„ISEK 3“, keine schlechte Sache?

ISEK ist generell eine gute Planungs-Möglichkeit zur Städtebau-Förderung.
Für kleine Dörfer/Orte ist dieses „Förderinstrument“ aber nur bedingt nützlich. Kleine Orte/Gemeinden wurden und werden meist ohne jegliche „Ortsplanung entwickelt“, was auch für Kochel zutrifft.
Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Ortsplanung von der „Verwaltung“ gerne als „Märchenbuch“ gesehen und folglich abgetan wurde. Kochel wurde quasi nach „Gusto“ entwickelt, d.h. nach den jeweils „eigenen Vorstellungen, Belieben, Ermessen oder gar Zwängen“ der jeweiligen Bürgermeister und Gemeinderäte gestaltet, die in der jeweiligen „Wahlwerbung“ schon „gedruckt und vorgetragen“ ihre Gestaltungsbelange für den Ort dokumentiert haben.
 ISEK ist langfristig gedacht – also deutlich länger als eine Gemeinderatsperiode gedacht, und hier liegt m.E. das Problem.
ISEK hat hohe Vorlaufkosten, meist 5-6stellig, zudem bleibt ein Eigenanteil der Gemeinde, eine Förderung scheint trügerisch:
gibt es „wenn-dann“ Geld in gedachter Höhe?
Abhängigkeit der Verwaltung vom externen Büro führt zu einer Überlastung der Gemeindeverwaltung, die das tagtägliche Geschäft auch zu bewältigen hat.
Meist sind deren angestellte/Fachkräfte ortsfremd, sie haben kaum Kenntnis örtlicher Begebenheiten.
ISEK ist wenig flexibel auf oft unvorhersehbare Prioritäten und Probleme einer „bisher planlosen“ Gemeinde.
Die durch ISEK geweckten Erwartungen können trotz Bürgerbeteiligung, Workshop und bezahltem Beirat schnell gedämpft werden, wenn absehbar wird, dass der Haushalt die notwendigen Mittel auf lange Sicht nicht hergibt, was Beteiligungsmüdigkeit und Frustation zur Folge hat.
ISEK behandelt auch nur „einige Planziele“ in der Gesamtgemeinde, ob und wann diese angepackt und umgesetzt werden können, lässt sich aus heutiger Sicht nicht beantworten.
ISEK ist und bleibt ein Risiko für die Gemeinde, weil Bindungen und Kosten nicht kalkulierbar sind. Und die nächste „Wahlperiode (Bgm. und Gemeinderat) könnten völlig andere Prioritäten setzen, wie z.B. nicht angegangene Pflichtaufgaben wie Straße, Kanal, Klärwerk, oder längst bekannte Problemfelder wie Heimatbühne, Verstärkeramt, Trimini-Folgen des PPP-Vertrages, WoMo-Stellplatz, Cafè am See, Seeweg-Promenade, Soz. Wohnungsbau der Gemeinde, Kurpark, Kindergarten, Belastungen durch Verkehr, Tourismus usw.

„ISEK 2“ Oktober 2026

ISEK  Okt. 2026
Aufruf der Gemeinde; wir suchen 12 freiwillige Bürger div. „Kategorien“ zur Mitarbeit . . .

Hähhh . .  Die Gemeinde hat sich „ISEK“ eingekauft für 80.000 Euro Planungskosten , also für Hinweise zur Sachstandserhebung um planen zu können, was und wie man in Kochel „geplanter Weise“ umbauen bzw. weiter entwickeln könnte.
Ja wenn man das als Kommune, Bürgermeister samt Verwaltung nicht weiß, sucht man halt 12 freiwillige Zuarbeiter aus der Bürgerschaft?   –  Was habe ich da nicht verstanden?
Eine Gemeinde, die nicht weiß, was und wie sie den Ort Entwickeln soll?  –  Und was heißt da entwickeln? 
Ja ist denn der Gemeinde samt Verwaltung der Istzustand des Ortes etwa auch nicht bekannt? Will man deshalb die eigenen Bürger zu einem beratenden Beirat, wie beschlossen animieren? Für den Beirat sind „pi mal Daumen“ 10.000 Euro „Entlohnung“ geplant  –  also nix wie hin!
Was in Kochel gemacht werden müsste ist doch hinreichend bekannt! Kanalisation, Klärwerk, Straßenzustand, sind nur einige Infrastruktur-Massnahmen und Pflichtaufgaben der Gemeinde, die seit vielen Jahren und Gemeinderats-Perioden nur geschoben, aber nicht angegangen werden, aber Voraussetzung sind, für weitere Infrastruktur belastende Zukunfts-Entwicklung sind.
Da darf schon gemutmaßt werden, aufgrund welcher Motivation man sich zur Wahl stellt, wenn anschließend externe Hilfe zur Führung und Entwicklung einer bekannt klammen Gemeinde eingekauft wird.
ISEK kostet der Gemeinde etwa € 80.000 zur Erarbeitung eines Konzeptes zuzügl. € 10.00 für den Beirat, zusammen ca. € 90.000 soweit bekannt. Dabei wird von 60% Förderung ausgegangen, was aber noch offen ist und falls dann Fördermittel vorhanden sind. Danach soll die Umsetzung des Konzeptes erfolgen, was auf 15 Jahre veranschlagt ist. Dann sind Planung, Ausschreibung und Vergabe erforderlich. Was tatsächlich angegangen und umgesetzt wird/werden kann, bleibt der Zeit, Genehmigung und Finanzierung vorbehalten, also aus heutiger Sicht nicht sicher. Sicher ist dabei, dass in die 15-jährige Laufzeit mindest 2 Wahlperioden fallen, in denen Bürgermeister und Gemeinderat neu gewählt werden – und wie die dann zum ISEKI-Ergebnis in der  Sache stehen ist ebenfalls ungewiss.

Gemeinde Kochel „Rückschnitt“

Aufforderung der Gemeinde Kochel
zum „Rückschnitt des Überhangs“
an Straßen und Wegen innerorts.

Eigentlich JA, aber ist das der richtige Zeitpunkt? Jetzt in der Wachstumsphase?
NEIN! Es blühen Blumen, es wachsen Kirschen, Äpfel, Birnen, Nüsse und jegliche Blütenpracht in den Gärten! Und es sind nicht nur Vögel mit ihrer Aufzucht in Baum und Gebüsch, nein, auch unzählige Kleintiere! – Wer das nicht binnen 14 Tagen lt. Schriftlicher Aufforderung macht wird „bestraft“ durch gemeindlichen Rückschnitt, was auch schon geschehen ist. Und das sieht grausam aus – ich verzichte auf Bilder, die belegen, dass hierbei offensichtlich „ungeschulte Wüteriche“ zu Gange sind.
Einst wurde die „Parole Kochel blüht“ ausgegeben – der Versuch war kläglich! Jetzt der brutale Rückschnitt?
Was hat sich geändert, die Verwaltung, die Räte, der Bürgermeister?
Gleichzeitig will Kochel blühen in der Gunst von Einheimischen wie Gästen?
Vielleicht damit, dass der bisherige Blumenschmuck im Ort einfach gestrichen wurde?
Wo ist hier das Vorbild „Gemeinde“?
Wie sehen die gemeindlichen Wege aus, warum gibt es offensichtliche Unterschiede bei der sog. „Gleichbehandlung“?

„ISEK 1“, in Kochel, eine gute Sache?

 

ISEK für Kochel eine gute Sache, eigentlich . . . .
(Integriertes Stadt Entwicklungs Konzept)
Bürgerdialog 2  am 23. 07.2026  19 Uhr Heimatbühne  (isek@kochel.de)

Rückblick ISEK 1:
in ISEK 1 wurde bei der „Ortsbesichtigung“ schonungslos auf, der Gemeinde längst bekannte Missstände hingewiesen, die kein bisheriger Bürgermeister/Gemeinderat aufgegriffen hat. Mit ISEK besteht nun die Möglichkeit, dies zu ändern um somit eine geordnete Ortsentwicklung mit klaren manifestierten Zielen zu ermöglichen. Das heisst, das jeweils regierende Gremium und die Verwaltung müsste einer langfristigen Zielsetzung folgen, unabhängig, ohne Parteizwänge und persönliche Befindlichkeiten, was jedoch meist von einer „Gier nach maximaler Förderung“ (sofern Mittel auf die lange Zeit  vorhanden sind) geopfert wird.

ISEK 2: Analyse zu Stärken-Schwächen aus ISEK-Sicht

Das Ortsbild nach erforderlich-relevanten Gesichtspunkten, wie z.B. Tourismus (Bewerbung um weltweit bester Tourismus-Ort?) FNP, Bebauung, Besiedlung, Gewerbe, Wirtschaft usw. untersuchen und gestalten.   Abgekürzt auch die Entwicklung/Umsetzung der letzten 16,5 Jahre in Vorgängerschaft, wofür es dieser Tage einen Verdienstorden der Bayer. Reg. von CSU-Minister Herrmann gab. . . .    Hier nach zu arbeiten – Fragezeichen.

Kurpark und weitere Lokalitäten wurden mit Ruhe-Liegen ausgestattet, in einem Kurpark den es kaum gibt, warum? Die Anschaffung ist teuer, eine kostet etwa 800 – 1500 Euro, zuzüglich Unterhalt und Pflege, sehr unbequem um Platz zu nehmen, für Ältere u. Behinderte schlicht nicht brauchbar: Wirbelsäule, Hüfte, Knie-Behinderung, Rollator, Gehhilfen usw. allerdings geeignet für Penner samt ihrer Habe, so jedenfalls ist die Erfahrung damit andernorts. Kochel blüht! Straßen und Wege-Zustand, Seeweg, Uferweg, Baumstümpfe, Begrünung, Hecken usw.  ISEK ist gut, aber es gibt auch viele Zweifler, wenn man in die Lande schaut.

Bis ISEK, wenn überhaupt in Kochel greift, fliest noch viel Wasser die Loisach hinab.

 

Ehrung für MdL Th. Holz

Ehrung für MdL Th. Holz
für seine 16,5 Jahre Amtszeit als 1. Bgm. der Gemeinde Kochel  (Instagram 14.7.26)

Man wird nicht Bürgermeister, weil man irgendwann auf eine Ehrung hofft…
Man übernimmt dieses Amt, weil man gerne Verantwortung für seine Heimat übernimmt. Weil man gestalten möchte. Weil man gemeinsam mit vielen anderen etwas für die Menschen vor Ort bewegen will. 💪🧱🏗️

… dennoch muss ich gestehen: Die Verleihung der „Medaille für besondere Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung in Bronze“ und Laudatio des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, MdL, haben mich sehr bewegt.

Besonders gefreut hat mich, dass nicht nur mein persönlicher Einsatz gewürdigt wurde, sondern vor allem auch viele Projekte hervorgehoben wurden, die wir in unserer Gemeinde miteinander vorangebracht haben: Der Erhalt des trimini, die Umsetzung des Walchensee-Konzepts, die Unterstützung von Kunst, Kultur und Sport, die Förderung unserer Feuerwehren sowie von Berg- und Wasserwacht und vieles mehr.
All das zeigt: Gute Kommunalpolitik entsteht nie durch einen Einzelnen, sondern immer durch das Zusammenwirken vieler engagierter Menschen. 👍🏽😊

Es war für mich eine große Ehre, meine Heimatgemeinde Kochel a. See 16,5 Jahre lang als Erster Bürgermeister vertreten zu dürfen. Ich habe dieses Amt mit großer Freude und aus tiefer Überzeugung ausgeübt.
Dass dieser Einsatz nun eine so besondere Anerkennung erfährt, erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. 🙏 🤗

Deshalb habe ich diese Medaille auch nicht für mich allein entgegengenommen, sondern stellvertretend für alle, die diesen Weg mitgegangen sind: Für die Mitglieder des Gemeinderates, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde und der Verwaltungsgemeinschaft, für unsere Rettungsorganisationen, unsere Vereine und alle Ehrenamtlichen sowie für die vielen Menschen, die sich Tag für Tag mit Herzblut für unsere Heimat einsetzen.

Von Herzen: Vergelt’s Gott! 🙏

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